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Dresden kassiert Nackenschlag: 1:2-Niederlage gegen Schalke

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SG Dynamo Dresden - FC Schalke 04
Dynamos Morris Schröter (M) gegen Schalkes Thomas Ouwejan (l) und Danny Latza. © Robert Michael/dpa

Dresden hält gegen die favorisierten Schalker über weite Strecken gut mit. Schlussendlich sind es zwei individuelle Fehler, die zur Niederlage führen. In Abwesenheit von Topstürmer Christoph Daferner ist es sein Pendant aus Gelsenkirchen, das die Partie entscheidet.

Dresden - Großer Kampf, keine Punkte. Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat gegen den FC Schalke 04 mit 1:2 (0:1) verloren und wartet 2022 weiter auf den ersten Sieg. Im erstmals seit März 2020 ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion brachte Simon Terodde die Gäste mit einem Doppelpack (45./52.) auf die Siegerstraße. Dresdens Paul Will gelang per Kopf lediglich der Anschluss (70.). Gegen einen nicht vollends überzeugenden Gegner wäre durchaus mehr möglich gewesen. Doch den Gastgebern fehlte es an der dafür nötigen Torgefahr.

„Es ist wieder einmal unheimlich bitter. Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit Schalke dominiert. Ein Fehler von mir entscheidet dann die Partie. Es ist bitter, dass die Mannschaft für 90 Minuten harte Arbeit nicht belohnt wird“, sagte Abwehrmann Tim Knipping.

Im ersten Spiel nach der Länderspielpause musste Dynamo auf Topstürmer Christoph Daferner (zwölf Treffer, ein Assist) verzichten. Der 24-Jährige hatte sich am Dienstag mit dem Coronavirus infiziert. Ihn ersetzte Winter-Leihgabe Vaclav Drchal. Bevor die Partie jedoch überhaupt angepfiffen werden konnte, brannte Dynamos Anhang eine Vielzahl an Pyrotechnik ab.

Die abgesehen von dieser Einlage gute Stimmung auf den Rängen übertrug sich in der Folge auch auf den Platz. Beide Mannschaften bestritten die Anfangsminuten mit einer hohen Intensität und viel Tempo. Darunter litten jedoch die spielerischen Elemente. Fast folgerichtig sorgten vor allem Distanzschüsse für Gefahr. Die erste Torchance des Spiels hatte Dresdens Will (26.). Sein Abschluss aus rund 25 Metern wurde gefährlich abgefälscht und landete am Pfosten. Anschließend verlor das Spiel etwas an Tempo.

Die Führung der Gäste kurz vor der Pause fiel quasi aus dem Nichts. Einen Stockfehler von Dynamo-Kapitän Knipping nutzte Schalke für ein schnelles Anspiel in den Strafraum. Terodde nahm den zurückgeeilten Will mit einer Körpertäuschung aus und wurde anschließend von eben jenem gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schalkes Angreifer (45.) souverän.

Mit der ersten Chance nach dem Seitenwechsel war es erneut Terodde (51.), der die Gäste jubeln ließ. Der Treffer war bereits sein 22. Saisontor. Vorausgegangen war wieder ein verlorener Zweikampf von Abwehrchef Knipping. Auch die anschließende Flanke konnte Dresdens Hintermannschaft nicht verhindern. Vollkommen alleingelassen nickte der Stürmer den Ball sehenswert ins lange Eck.

Dynamo musste sich kurz sammeln, fand dann aber wieder zurück in die Spur. Außenverteidiger Michel Akoto (61.) tankte sich in den gegnerischen Strafraum und wurde von einem Schalker Verteidiger tuschiert. Anders als im ersten Abschnitt entschied Schiedsrichter Harm Osmers jedoch nicht auf Strafstoß. Dresden schaffte dennoch den Anschluss. Nach einem Freistoß war es Will, der den Ball einköpfen und seinen Fehler vor dem 0:1 zumindest etwas ausbügeln konnte. „Es war ja noch ein Tor aufzuholen, deshalb habe ich die Freude über mein erstes Zweitligator nur still und heimlich rausgeschrien“, sagte der Schütze.

Vor allem in der Schlussviertelstunde wurde es noch einmal hektisch: Zahlreiche Wechsel auf beiden Seiten nahmen den Fluss aus der Partie, zahlreiche Fouls sorgten für eine aufgeheizte Stimmung. Diese wurde von den Rängen zusätzlich befeuert. Richtig gefährlich wurden die Dresdner bis zum Abpfiff nicht mehr. Nach der knappen 2:1 Niederlage sind die abstiegsbedrohten Sachsen seit nunmehr elf Spielen sieglos. dpa

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