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Geldautomat in Essen gesprengt: Geldscheine auf der Straße

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Geldautomatensprengung in Essen
Nach einer heftigen Geldautomatensprengung ist der Eingangsbereich einer Bank völlig zerstört. © Michael Weber/WTVnews/dpa

Zwei heftige Explosionen mitten in der Nacht: Unbekannte haben in Essen-Kupferdreh einen Bankautomaten gesprengt. Danach flatterten Geldscheine über die von Splittern übersäte Straße. Die Täter konnten entkommen.

Essen - Bei der Sprengung eines Geldautomaten in Essen haben Unbekannte am frühen Montagmorgen erheblichen Sachschaden angerichtet. Die vermutlich drei Täter konnten mit einem Auto fliehen. Es sei nicht klar, ob und wie viel Beute sie gemacht haben, sagte eine Polizeisprecherin. „Die Straße vor der Bank war ein Trümmerfeld.“ Das Haus, in dessen Erdgeschoss der Bankautomat angebracht war, wurde am Vormittag nach einer Inspektion des Bauamtes für einsturzgefährdet erklärt.

Nach den zwei heftigen Detonationen gegen 03.20 Uhr hätten zahlreiche Geldscheine auf der Straße gelegen, sagte die Sprecherin. Sie seien später von Polizisten eingesammelt und gesichert worden. Im Foyer der Bank, in dem der Geldautomat war, lägen zahlreiche Geldscheine - nach ersten Erkenntnissen in fünfstelliger Höhe. Wegen Einsturzgefahr könne der Raum aber nicht betreten werden. Die Bank habe von außen eine Notabsicherung aus Holz errichten lassen und einen Sicherheitsdienst engagiert.

Die Bewohner der beiden Wohnungen über dem Automaten - eine Familie und eine Einzelperson - kamen vorübergehend in anderen Unterkünften unter. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

Anwohner hatten drei dunkel gekleidete Menschen beobachtet, die offensichtlich an der Sprengung beteiligt waren und anschließend in einem dunklen Auto flüchteten. Durch die heftigen Explosionen seien zwei Nachbarläden beschädigt worden und auch am gegenüberliegenden Gebäude Scheiben zerbrochen. Die Straße musste bis zum späten Vormittag gesperrt und vor der Freigabe von Splittern geräumt werden. Zur Höhe des Sachschadens machte die Polizei zunächst keine Angaben. Zuvor hatte die „WAZ“ berichtet. dpa

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