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Handel mit Wasserpfeifentabak: Bande aufgeflogen

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Signalleuchte
Eine Signalleuchte der Polizei ist vor einem Polizeiwagen aufgestellt. © David Inderlied/dpa/Illustration

Eine Bande von kriminellen Wasserpfeifentabak-Händlern ist bayerischen Zollfahndern im Zuge einer deutschlandweiten Durchsuchung ins Netz gegangen. Rund 170 Einsatzkräfte durchsuchten 21 Objekte und stellten mehr als eine Tonne Rohtabak sowie 25.000 Euro Bargeld sicher. Bei der Aktion am Mittwoch vor einer Woche waren neben Fahndern aus München auch Beamte aus Essen, Hannover, Dresden, Stuttgart und Frankfurt am Main sowie Einheiten der Hauptzollämter Duisburg und Heilbronn beteiligt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Berglern - Produziert worden sei die Ware in Nordrhein-Westfalen, hieß es.

Gegen zwei Männer im Alter von 22 und 25 Jahren aus Berglern im Landkreis Erding wurde ein Haftbefehl wegen gewerbs- beziehungsweise bandenmäßiger Steuerhinterziehung erlassen, der gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Sie stehen im Verdacht, mit drei Komplizen illegal hergestellten Wasserpfeifentabak gekauft und weiterverkauft zu haben.

Der Tabak war wohl in Nordrhein-Westfalen, in einer Wohnung in Dinslaken und einer Garage in Hünxe, produziert worden. Hier stellten die Ermittler 50 Kilo Rohtabak sowie 35 Kilogramm Rauchtabak, 410 Liter Glycerin, 20 Liter Aromen und gefälschtes Verpackungsmaterial sicher.

Zeitgleich durchsuchten Beamte der Kriminalpolizei weitere Immobilien, nachdem im Zuge der verdeckten Ermittlungen Hinweise ans Licht gekommen waren, dass die beiden Hauptverdächtigen aus Berglern nicht nur mit Wasserpfeifentabak, sondern auch mit Drogen handeln würden. Bei den Durchsuchungen in acht Objekten wurden geringe Mengen Marihuana und ein CO2-Gewehr - also eine Druckgaswaffe - gefunden. Die Steuerfahnder schätzen den Steuerschaden auf insgesamt rund 180 000 Euro. dpa

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