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Henkel führt Konsumentengeschäfte zusammen

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Henkel AG
Ein Logo der Henkel AG ist zu sehen. © picture alliance / dpa/Archivbild

Das Geschäft mit Kosmetika schwächelt seit Jahren bei den Düsseldorfern. Jetzt kündigt das Management weitere Schritte an, um Kosten zu sparen. Das Produktportfolio soll genauer unter die Lupe genommen werden. Das alles hat auch Auswirkungen auf Stellen.

Düsseldorf - Der Konsumgüterkonzern Henkel will sein Konsumentengeschäft umbauen und wettbewerbsfähiger machen. Die Düsseldorfer wollen dazu das Kosmetik- und das Waschmittelgeschäft zusammenlegen und sich dabei auf die Kern- und wachstumsträchtigen Marken konzentrieren. Durch die Größenvorteile erhofft sich Henkel höhere Einsparungen sowie mehr Flexibilität. Die Zusammenführung weltweit werde auch Auswirkungen auf die Beschäftigten haben, teilte Henkel am Freitag weiter mit. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Vorstand um Konzernchef Carsten Knobel zurückhaltend.

Die beiden Sparten mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Körperpflege sollen im Bereich „Consumer Brands“ mit einem Umsatz von rund 10 Milliarden Euro zusammengeführt werden. Marken und Geschäfte, die nicht mehr zum Kerngeschäft zählen, sollen verkauft oder eingestellt werden. Die Maßnahmen gingen über die bisher bekannten hinaus, hieß es. Henkel werde mit die Arbeitnehmervertreter so bald wie möglich informieren und „den Konsultationsprozess aufnehmen“. Bis 2021 hatte Henkel Marken mit einem Umsatzvolumen von rund 500 Millionen Euro verkauft oder eingestellt, vor allem in dem seit Jahren schwächelnden Geschäft mit Körperpflege.

Mittel- bis langfristig setzte sich der Hersteller von Pritt, Persil und Schwarzkopf neue Ziele: ein jährliches Umsatzwachstum aus eigener Kraft von drei bis vier Prozent, eine bereinigte operative Marge (Ebit) von rund 16 Prozent sowie ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Zudem kündigte der Konzern einen Aktien-Rückkauf mit einem Volumen von bis zu einer Milliarde Euro an. Der Aktienkurs brach am Freitag dennoch ein.

Das laufende Geschäftsjahr dürfte im Vergleich zum Vorjahr schwächer ausfallen. Grund sei die weiter angespannte Lage bei Rohstoffen, Materialien sowie in der Lieferkette. So sieht das Management ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von zwei bis vier Prozent. Im Vorjahr waren die Erlöse vorläufigen Zahlen zufolge um 7,8 Prozent auf rund 20,1 Milliarden Euro gestiegen. Die bereinigte Ebit-Marge sieht Henkel 2022 in einer Spanne zwischen 11,5 und 13,5 Prozent nach 13,4 Prozent 2021. dpa

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