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Tödlicher Kirmes-Streit: Jugendlicher erschießt Unbeteiligten - Spezialkräfte verhaften nun Täter

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Von: Linus Prien

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In Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen endete eine Auseinandersetzung auf einer Kirmes tödlich. Nun sitzt ein Jugendlicher in Untersuchungshaft.

Update vom 24. Mai, 18.10 Uhr: Ein Jugendlicher sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft, weil er verdächtigt wird, einen tödlichen Schuss auf einen einen 40-Jährigen bei einer Kirmes in Lüdenscheid abgegeben zu haben. Dem Teenager droht offenbar eine Anklage wegen vorsätzlichen Totschlags. Laut Staatsanwaltschaft Hagen hat der Tatverdächtige seinen Wohnsitz in Lüdenscheid. Über das Alter des Verdächtigen machte die Behörden keine Angaben. Nach dpa-Informationen ist er 16 Jahre alt.

Update vom 23. Mai, 20.25 Uhr: Die Ermittler haben nach dem tödlichen Schuss auf einen 40-Jährigen bei einer Kirmes in Lüdenscheid einen Mann gefasst. Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft hervorgeht, haben Spezialkräfte den Tatverdächtigen in Lüdenscheid festgenommen und seine Wohnung durchsucht. Zu weiteren Details, Alter und Hintergründen wollten sich die Ermittler am Abend nicht mehr äußern.

Tödlicher Kirmes-Streit in NRW: 40-Jähriger in Lüdenscheid erschossen

Erstmeldung vom 23. Mai:

Lüdenscheid - Bei einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von Jugendlichen und einem Mann und seinem Sohn wurde ein Unbeteiligter erschossen. Nach dem tödlichen Schuss auf einen 40-Jährigen bei einer Kirmes in Lüdenscheid hofft die Mordkommission der Polizei Hagen, mit einer Öffentlichkeitsfahndung auf die Spur des Schützen zu kommen. 

Die Staatsanwaltschaft Hagen teilte am Montag (23. Mai) mit, es liege Videomaterial vor, auf dem die beteiligten Personen zu sehen seien. Dies wollten die Behörden veröffentlichen. Die Ermittlungen dauerten an, betonte der zuständige Staatsanwalt. Die Mordkommission habe bereits mehrere Zeugen vernommen. Aktuell gebe es aber noch keine konkreten Verdächtigen.

Polizeibeamte gehen über das Kirmesgelände Hohen Steinert in Lüdenscheid.
Polizeibeamte gehen über das Kirmesgelände Hohen Steinert in Lüdenscheid. © Markus Klümper/dpa

Kirmes-Streit in NRW: Unbeteiligter wird wohl von Jugendlichen erschossen

Der 40-Jährige war bei der Kirmes im Nordwesten des Sauerlandes am Samstagabend (21. Mai) am Ausgang des Festgeländes gestanden, als die Schüsse fielen. Zuvor war es auf der Kirmes zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 16-Jährigen und einer sechsköpfigen Gruppe gekommen. Als der Jugendliche und sein Vater die Gruppe zur Rede stellen wollten, ergriffen diese die Flucht.

Zwei von ihnen gaben während der Flucht den Angaben zufolge Schüsse aus einer Schreckschusswaffe und aus einer scharfen Schusswaffe ab. Dabei sei das 40-jährige Opfer getroffen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nun nach Hinweisen zu den jungen Männern, die schätzungsweise zwischen 16 und 20 Jahre alt sein sollen. Das Opfer, das im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag, stand mutmaßlich in keiner Verbindung zu der Gruppe der Streitenden. (lp/dpa)

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