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Seit Montag gültig: NRW passt Corona-Regeln erneut an - Alle Änderungen im Überblick

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Von: Daniele Giustolisi

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Seit dem 16. Januar gelten in NRW wieder neue Corona-Regeln. Wir fassen die Änderungen in einer Übersicht zusammen.

Düsseldorf – NRW ändert innerhalb von drei Tagen erneut seine Coronaschutzverordnung. Erst am 13. Januar hatte das Land neue Corona-Regeln eingeführt – etwa die 2G-Plus-Regel in der Gastronomie (RUHR24 berichtete). Am Sonntag (16. Januar) wurden die Maßnahmen erneut angepasst. Die Änderungen sollen der Omikron-Variante des Coronavirus Rechnung tragen, berichtet RUHR24.

7-Tage-Inzidenz in NRW489 (Stand: 16. Januar)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten8,12 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz3,04

Corona-Regeln in NRW ab dem 16. Januar wieder geändert

Bereits vorab bekannt war, dass das Land NRW die Definition von „geboostert“ in seine Coronaschutzverordnung schreiben würde. Als geboostert (also mit „Auffrischungsimpfung“ versehen) gelten Menschen mit drei Corona-Schutzimpfungen. Dies gilt auch für eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson, wovon anfangs nur eine nötig war, um als vollständig geimpft zu gelten.

Wichtig ist diese Definition, weil in NRW für „Geboosterte“ gewisse Erleichterungen gelten. So muss die Gruppe zum Beispiel nicht in Quarantäne, wenn sie zu einer Corona-positiven Person Kontakt hatte. Neben den dreifach Geimpften gelten auch diese Menschen in NRW als „geboostert“:

Für die Gruppe der Geboosterten entfällt in der Gastronomie oder aber in Sport- oder Wellnessangeboten die Testpflicht bei 2G-Plus-Angeboten.

NRW passt Corona-Regeln erneut an – Änderung bei der Quarantäne

Auch die Quarantäne-Regeln wurden in NRW zum 16. Januar angepasst. Für Corona-Infizierte gilt demnach: Ist ein PCR-Test oder ein offizieller Schnelltest positiv, muss man sich direkt in Quarantäne begeben – auch ohne Anordnung einer Behörde.

Die Quarantäne bei Corona-Positiven dauert zehn Tage, kann aber, sofern man zwei Tage lang keine Symptome hat, nach sieben Tagen durch einen negativen PCR-Test beendet werden.

NRW: Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen zehn Tage in Quarantäne

Ähnliches gilt für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten aus dem gleichen Haushalt. Sie müssen für zehn Tage in Quarantäne, dürften diese aber nach sieben Tagen (Kita-Kinder und Schüler nach fünf) verlassen – nach negativem PCR-Test (hier weitere News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24 lesen).

Eine Frau wird gegen Corona geimpft
Wer in NRW „geboostert“ ist, genießt gegenüber zweifach Geimpften und Ungeimpften Vorteile. © Bernd von Jutrczenka/DPA

Kontaktpersonen, die nicht aus demselben Haushalt wie die mit Corona infizierte Person kommen, müssen nur nach Aufforderung durch das Gesundheitsamt in Quarantäne. Wer ungeimpft oder nicht vollständig geimpft ist, von dem wird eine Quarantäne allerdings „erwartet“, wie es in der Quarantäne-Verordnung des Landes NRW heißt.

Geboosterte genießen in NRW besondere Corona-Regeln

Für „Geboosterte“ gilt, wie oben bereits erwähnt, keine Quarantäne nach Kontakt mit Corona-Infizierten.

Neben den Regel-Änderungen zum 16. Januar hat das Land NRW in der vergangenen Woche eine Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken in Innenräumen ausgesprochen. Grund dafür sei die sich schnell übertragende Omikron-Variante. Das Land rät damit zur Nutzung von OP-Masken drinnen ab.

NRW verschärft wieder Maskenpflicht in NRW – Corona-Variante „Omikron“ ist schuld

Apropos Maskenpflicht: Seit dem 13. Januar gilt in NRW wieder die Maskenpflicht in Warteschlangen im Freien und bei Veranstaltungen und Versammlungen, bei denen keine 3G oder 2G-Regeln gelten. Für Großveranstaltungen gilt aktuell übrigens: Maximal 750 Zuschauer dürfen dabei sein.

Der Corona-Impfbus sorgte in Dortmund für eine lange Warteschlange.
In Warteschlangen im Freien (hier etwa vor einem Impfbus in Dortmund) gilt in NRW wieder Maskenpflicht (Archivfoto). © Malin Annika Miechowski/RUHR24

Auch neu seit dem 13. Januar ist die Regel, wonach in NRW Selbsttests für zu Hause auch als offizieller Test genutzt werden können – etwa bei Besuch eines Restaurants oder eines Wellnessangebots. Der Test müsse allerdings unter Aufsicht des Personals der Einrichtung stattfinden.

NRW: Corona-Regeln sind in Sachen Kontaktbeschränkungen dieselben

Nach wie vor gelten die in NRW bereits bekannten Kontaktbeschränkungen. Wer nicht immunisiert ist, als weder zweifach noch dreifach gegen Corona geimpft oder von Corona genesen ist, darf sich nur mit höchstens zwei Personen aus einem weiteren Hausstand treffen. Kinder bis 13 Jahre werden nicht mitgezählt.

Vollständig Immunisierte dürfen sich in NRW mit maximal zehn Personen aus beliebig vielen Hausständen treffen. Auch hier werden Kinder bis 13 Jahren nicht mitgezählt. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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