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NRW-Landwirte kommen auf den Feldern mit weniger Dünger aus

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Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen
Ein Feld in Nordrhein-Westfalen. © Bernd Thissen/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

Auf den Feldern in NRW wird weniger gedüngt. Positive Auswirkungen auf die Belastung des Grundwassers hat das bislang kaum. Umweltministerin Heinen-Esser will trotzdem erstmal keine weiteren Verschärfungen.

Düsseldorf - Die Landwirte haben auf den Feldern in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren weniger mineralischen Dünger genutzt. Einfluss auf die Nitratbelastung des Grundwassers hatte das bislang aber kaum. An 12,8 Prozent der Messstellen in NRW wurde die sogenannte Qualitätsnorm von 50 mg Nitrat je Liter im Grundwasser überschritten. In landwirtschaftlich geprägten Regionen war der Wert bei 22,0 Prozent der Messstellen überschritten - das sind jeweils ähnlich viele wie drei Jahre zuvor. Das geht aus dem aktuellen Nährstoffbericht der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hervor.

Der Mineraldünger-Einsatz sei von 2016 bis 2020 um etwa 20 Prozent zurückgegangen, berichtete Landwirtschafts- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Sonntag. Anders als bei der letzten Untersuchung 2013 sei der Grenzwert für den Einsatz von Stickstoff in keinem der nordrhein-westfälischen Kreise mehr überschritten worden.

Stickstoff ist ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen. Das Düngen mit Stickstoff lässt allerdings die Nitratwerte im Grundwasser steigen. Eine zu hohe Nährstoffkonzentration im Wasser kann das Trinkwasser belasten und durch übermäßiges Algenwachstum zur Gefahr für Fische, Amphibien und Insekten werden. Die EU-Kommission bemängelt seit Jahren, dass Deutschland nicht entschieden genug gegen die Nitrat-Belastung im Grundwasser vorgehe.

Den Ruf nach weiteren Verschärfungen der Maßnahmen im Kampf gegen zu viel Nitrat im Wasser bezeichnete Heinen-Esser aber als voreilig. „Düngepraktiken haben sich in vielen Punkten deutlich verbessert. Dies hilft Natur und Umwelt und ist praktikabel für die Landwirte, ohne dass das Pflanzenwachstum leidet“, sagte die Ministerin. „Es ist davon auszugehen, dass sich der positive Trend verstetigt und mit Verzögerung auch zu sinkenden Nitratbelastungen führt.“ dpa

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