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Feuerwehr befreit Babys aus Auto: Wagen stand in der prallen Sonne – Eltern sind sich keiner Schuld bewusst

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Von: Martina Lippl

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Ein Baby ist in einem Kindersitz im Auto festgeschnallt (Symbolfoto).
Ein Baby ist in einem Kindersitz im Auto festgeschnallt (Symbolfoto). © Manuel Findeis/imago

Zwei Babys wurden in Hagen in einem Auto zurückgelassen, das in der prallen Sonne stand. Ein Zeuge alarmierte die Polizei. Die Reaktion der Eltern macht sprachlos.

Hagen – Einsatzkräfte der Feuerwehr schlugen die Seitenscheibe der Beifahrertür ein, um zwei Babys (sechs Monate alt) zu befreien. Der Wagen stand auf einem Parkplatz in Hagen (NRW) – von den Eltern weit und breit keine Spur. Eines der Kinder weinte lautstark, so die Polizei. Ein Zeuge habe die Zwillinge alleine im Auto entdeckt und den Notuf gewählt.

Hagen: Feuerwehr befreit Babys aus Auto – Wagen steht auf Parkplatz in der prallen Sonne

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten demnach keine Wahl und schlugen eine Scheibe ein. „Da von einer konkreten Gefährdung für Leib und Leben der Kleinkinder ausgegangen werden musste“, berichtet die Polizei am Mittwoch mit. Der Ford stand ungeschützt in der prallen Sonne, lediglich die hintere linke Seitenscheibe war wenige Zentimeter herabgelassen. Nach der Rettungsaktion am Dienstag kamen die beiden sechs Monate alten Baby vorsorglich in ein Krankenhaus. Die Zwillinge waren laut Polizei aber glücklicherweise unverletzt.

Hagen: Vater lässt seine Babys allein im Auto zurück – kein Verständnis für den Einsatz

Erst knapp nach einer Stunde sei der Vater (40) der Babys auf dem Parkplatz erschienen. Er habe gesagt, dass sein Sohn und seine Tochter geschlafen hätten und er sie deshalb im Auto gelassen habe. Für den Einsatz zeigte der Vater wenig Verständnis. Eine Gefährdung für die Kinder hätte aus seiner Sicht zu keinem Zeitpunkt bestanden, teilt die Polizei mit. Auch die Mutter (30) war kurz danach ebenfalls erschienen und äußerte sich ähnlich. „Das Paar zeigte sich insgesamt weiter uneinsichtig“, so die Polizei. Das Jugendamt sei deswegen verständigt worden.

Eine uneinsichtige Tierhalterin forderte in Bayern sogar schon einmal Schadenersatz für einen Feuerwehreinsatz, wie Merkur.de berichtet. Die Frau hatte ihren Hund bei 35 Grad im Auto zurückgelassen. In Niedersachsen befreite die Polizei ein eingeschlossenes Baby aus einem Auto. Die Mutter war in Not. Sie hatte den Schlüssel im Wagen gelassen. Eine uneinsichtige Tierhalterin

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