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Schick auf Augenhöhe mit Lewandowski und Haaland

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Patrik Schick
Leverkusens Patrik Schick (l) trifft gegen Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann zum 2:0. © Marius Becker/dpa/Archivbild

Acht Tore in zweieinhalb Spielen hat Patrik Schick erzielt. Der Torjäger von Bayer Leverkusen befindet sich auf Augenhöhe mit zwei Ausnahmestürmern. Sein Verein aber noch nicht mit deren Clubs.

Leverkusen - Der Zweikampf zwischen Robert Lewandowski und Erling Haaland ist plötzlich ein Dreikampf. Patrik Schick hat sich in das offizielle Wettschießen der beiden Ausnahmestürmer der Fußball-Bundesliga eingemischt. Und der Angreifer von Bayer Leverkusen hat aktuell sogar die beste Form: Unglaubliche acht Tore in 182 Bundesliga-Minuten hat der Tscheche erzielt, alle 22 Minuten eins.

In der Torjägerliste belegt der zwischenzeitlich sogar verletzte Schick nach seinem Doppelpack beim 2:2 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 16 Toren Rang zwei hinter Bayern-Star Lewandowski (18) noch vor dem auch länger ausgefallenen Dortmunder Haaland (13). Durchschnittlich traf Schick alle 63 Minuten, Haaland alle 62, Lewandowski alle 75. Kurzum: Schick befindet sich auf Augenhöhe mit dem Beinahe-Ballon-d'Or-Gewinner und dem begehrtesten jungen Stürmer der Welt. Und das nicht aus dem Nichts: Schon bei der EM schoss er zusammen mit Mega-Star Cristiano Ronaldo die meisten Tore des Turniers (5), wurde nur deshalb nicht Torschützenkönig, weil der Portugiese auch einen Treffer vorlegte.

„Seine Form ist extraordinär gut“, sagte Leverkusens Kapitän und Torhüter Lukas Hradecky: „Er verdient jedes Lob, dass er kriegen kann. Er hält uns in der Tabelle da, wo wir sind.“ Das ist auf Platz drei, direkt hinter Lewandowskis Bayern und Haalands Dortmundern. Doch die Vereine befinden sich nicht wirklich auf Augenhöhe. Denn zum dritten Mal in wenigen Wochen verspielte Bayer eine 2:0-Führung. Zuvor schon beim 2:2 in Köln und beim 2:5 am Sonntag in Frankfurt. Schick konnte sich deshalb über seine beiden Treffer (37./63.) auch gar nicht so recht freuen. „Das ist kein Pech“, sagte der 25-Jährige: „Wir müssen mehr an den mentalen Dingen arbeiten.“

So sah es auch Hradecky, der sich selbst eine Mitschuld gab, weil das 1:2 von Angelo Stiller (80.) im kurzen Eck einschlug. „Ich weiß auch nicht, wie der reingegangen ist. Und ein Tor ist immer ein Booster für den Gegner“, sagte der Finne: „Aber was mich ärgert, ist, wie lässig wir danach gespielt haben.“ Und danach unterlief Hradecky sogar ein symbolischer Versprecher. „Wenn wir erklären könnten, woran es liegt, hätten wir nicht verloren.“ Das Unentschieden fühlte sich wahrlich wie eine Niederlage an.

Und das trotz Schick. Eigentlich wolle man „seine Ausnahmequalitäten und seinen Formzustand ausnutzen“, sagte Trainer Gerardo Seoane. Doch Schicks vier Tore in vier Tagen zu zwei 2:0-Führungen reichten eben nur für einen Punkt. Schicks Analyse, dass es sich dabei nicht um Zufall handele, stützte der Trainer jedenfalls: „Ich glaube nicht an Glück und Pech.“ Aber an die Fähigkeiten von Patrik Schick. Jenem Stürmer, den man derzeit mit Lewandowski und Haaland in einem Atemzug nennt. dpa

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