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Uni Bochum: Weniger Smartphone, mehr Wohlbefinden

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Studie der Uni Bochum zu Smartphone-Nutzung
Eine junge Frau hält ein Smartphone in der Hand. © Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Wie viel Smartphone-Nutzung tut gut? Das wollte das Forscherteam wissen. Rund 620 Personen wurden in drei Gruppen aufgeteilt - eine reduzierte ihren Konsum, eine war ganz abstinent, eine änderte nichts.

Bochum - Ein vorübergehender Totalverzicht auf das Smartphone und eine Senkung der täglichen Nutzung um eine Stunde können sich einer Studie zufolge positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Das ergab eine Analyse, für die rund 620 Erwachsene im Durchschnittsalter zwischen 20 und 30 Jahren befragt worden waren, wie die Ruhr-Uni Bochum mitteilte. Ein Forscherteam wollte wissen: „Ob unser Leben ohne Smartphone tatsächlich besser ist oder vielmehr: Wie viel weniger Smartphone am Tag uns guttut“. Die Untersuchung war zuvor im psychologischen Fachmagazin „Journal of Experimental Psychology“ publiziert worden.

Ausgangspunkt der Befragung: Das Smartphone wird nach Uni-Angaben in der Bevölkerung im Schnitt mehr als drei Stunden täglich genutzt. Studien belegten, dass mit intensiver Nutzung sinkende körperliche Aktivität, Nackenschmerzen, eingeschränkte Leistungsfähigkeit oder auch suchtähnliches Verhalten einhergehen könnten.

Die Teilnehmer - allesamt mit Smartphone-Nutzungsdauer von mindestens 75 Minuten täglich - waren in drei Gruppen mit je rund 200 Testpersonen unterteilt worden. Eine Gruppe verzichtete eine Woche komplett aufs Handy, die zweite senkte die tägliche Nutzung um eine Stunde, die dritte veränderte nichts. Direkt im Anschluss an die Maßnahme sowie einen Monat und noch einmal vier Monate später befragte das Forscherteam alle Teilnehmenden zu ihren Lebensgewohnheiten und ihrem Befinden.

Ergebnis der Studie, die nicht repräsentativ ist: Sowohl der komplette Verzicht als auch die einstündige Reduktion hatte positive Effekte auf Lebensstil und Wohlbefinden. In der Gruppe mit gesenkter Nutzungszeit hielten sich diese Positiveffekte sogar länger als in der Abstinenzgruppe. Forschungsleiterin Julia Brailovskaia vom Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bilanzierte: „Langfristig am besten ging es denen, die die Nutzung reduziert hatten.“ dpa

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