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Zwei weitere Geldautomaten in NRW gesprengt

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Geldautomat
Der Schriftzug "Geldautomat" auf einem Geldautomaten. © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Zwei auf einen Streich: Die Attacken der Geldautomaten-Bomber setzen sich in dichter Taktfolge fort. In der Nacht zum Donnerstag flogen gleich zwei Automaten in die Luft. Der Anstieg der Taten ist enorm.

Haan/Ittenbach - Gangster-Trupps haben in der Nacht zum Donnerstag zwei weitere Geldautomaten in Nordrhein-Westfalen gesprengt. Die Zahl der Attacken hat sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verachtfacht. In diesem Jahr seien bereits 45 Angriffe auf die Automaten gezählt worden, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts auf Anfrage in Düsseldorf.

Im vergangenen Jahr waren es Anfang März erst sechs Attacken. Die Ermittler führen dies zum Teil auf den damals geltenden Lockdown in den Niederlanden zurück, der die Wege der Gangster gestört hatte.

Aus Ittenbach (Rhein-Sieg-Kreis) meldeten Bewohner in der Nacht gegen 02.15 Uhr eine Sprengung. Der Geldautomat habe sich im Vorraum einer Bankfiliale befunden, sagte eine Polizeisprecherin.

An dem Gebäude sei ein Sachschaden in zunächst unbekannter Höhe entstanden. Es sei aber nicht einsturzgefährdet. Nach Angaben des Sprechers sollen sich drei Gangster in einem dunklen Auto vom Tatort entfernt haben und mit dem Wagen in Richtung Autobahn gefahren sein. Ob die Täter Beute machten, war zunächst nicht bekannt.

In Haan bei Düsseldorf richteten Automaten-Bomber ebenfalls erheblichen Schaden an. Gegen 03.00 Uhr waren Anwohner von einer Explosion aus dem Schlaf gerissen worden und hatten den Notruf gewählt, wie die Polizei in Mettmann berichtete.

Zeugen hatten beobachtet, wie drei maskierte Unbekannte die Tür einer Bankfiliale eintraten. Kurz danach habe es geknallt. Die Verdächtigen seien in einem hellgrauen Audi mit hoher Geschwindigkeit getürmt.

Durch die Wucht der Detonation sei ein hoher Sachschaden in der Filiale entstanden. Fenster und Türen zerbarsten. Verletzt wurde dennoch niemand. Die Täter hätten kein Gas, sondern festen Sprengstoff verwendet. Weil Reste davon am Tatort zurückblieben, mussten Sprengstoff-Experten des Landeskriminalamts anrücken, diese sichern und kontrolliert sprengen. dpa

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