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Polizisten-Tötung von Kusel: Ermittler machen Waffenfund - und entdecken wohl wichtigen Beweis

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Von: Patrick Mayer

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Schwer bewaffnet: Polizisten durchsuchten nach der Tat ein Anwesen im saarländischen Sulzbach.
Schwer bewaffnet: Polizisten durchsuchten nach der Tat ein Anwesen im saarländischen Sulzbach. © IMAGO / BeckerBredel

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten bei Kusel entdecken Ermittler im Saarland weitere Waffen. Und offenbar nicht nur das.

München/Sulzbach - Die Tötung zweier Polizisten Im Landkreis Kusel sorgt in Deutschland weiter für tiefe Betroffenheit. In der Gesellschaft gesamt. Und bei der Polizei im Besonderen, die der erschossenen Polizeikommissarsanwärterin Yasmin B. und dem getöteten Polizeioberkommissar Alexander K. gemeinsam mit vielen weiteren Bürgern in einer bundesweiten Schweigeminute gedacht hatte.

Polizisten-Tötung von Kusel: Ermittler finden weitere Waffen bei Tatverdächtigen

Währenddessen dauern die Ermittlungen zum Tathergang vom 31. Januar 2022 im Landkreis Kusel (Rheinland-Pfalz)* an. Die Polizistin und ihr Kollege waren am Montag vergangener Woche nachts bei einer Verkehrskontrolle erschossen worden. Gegen zwei Tatverdächtige, die noch am selben Tag von einem Sondereinsatzkommando (SEK) im saarländischen Sulzbach festgenommen wurden, wurde Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes erlassen. Laut den Ermittlern wollten sie mit der Tat eine vorangegangene Wilderei verdecken.

An diesem Dienstag (8. Februar) gab die ermittelnde Staatsanwaltschaft Kaiserslautern neueste Erkenntnisse bekannt. Die Ermittler haben nach dem Doppelmord demnach insgesamt 19 Waffen bei den beiden Tatverdächtigen beschlagnahmt. In einem Anwesen im saarländischen Sulzbach wurden eine Schrotflinte und ein Jagdgewehr gefunden, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte. In dem Haus des zweiten Tatverdächtigen entdeckten die Ermittler indes 17 weitere Waffen. Laut Ermittlern besaß er weder einen Jagdschein noch eine Waffenerlaubnis.

Im Video: München - Schweigeminute für in Kusel getötete Polizisten

Derzeit werde der Frage nachgegangen, wem die Waffen gehören, teilten die Strafverfolgungsbehörden ferner mit. Für die Vorwürfe des gemeinschaftlichen Mordes in zwei Fällen und der Wilderei gebe es derzeit keine weiteren Tatverdächtigen, hieß es in einer Stellungnahme. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Blutproben standen am Dienstag noch aus. Derweil berichtete die Saarbrücker Zeitung von einem mutmaßlichen Beweisstück.

Demnach wurde bei der Durchsuchung des Anwesens in Sulzbach eine Taschenlampe gefunden, die einem der beiden brutal erschossenen Polizeibeamten* gehört haben soll. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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