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Nach Gemälde-Beschädigung: Razzia bei Klima-Klebern der „Letzten Generation“

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Von: Nadja Zinsmeister

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Schäden durch Attacke auf „Sixtinische Madonna“ fünfstellig
Zwei Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ stehen in der Gemäldegalerie Alte Meister. © Sebastian Kahnert/dpa

Die Polizei hat am Donnerstag die Wohnungen von zwei Klima-Aktivisten in Leipzig durchsucht, die im August ein Gemälde in Dresden beschädigt hatten.

Leipzig - Am frühen Donnerstagmorgen verschafften sich Polizisten in Leipzig Zutritt zu zwei Wohnungen von Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen mitteilten, fahndeten die Beamten nach Beweismitteln im Zusammenhang mit einer Klebe-Aktion von drei Aktivisten, die im August in Dresden stattfand.

Mehr als 60 Beamte waren an dem Einsatz in den frühen Morgenstunden beteiligt. „Bei den Maßnahmen geht es um das Auffinden von Beweismitteln im Tatzusammenhang“, hieß es in der Mitteilung weiter. Demnach werde nach „mehreren Objekten“ gesucht. Informationen der Bild zufolge sollen dabei spezifisch die Wohnungen der beiden Aktivisten durchsucht worden sein, die sich im August an Raffaels weltberühmtes Werk „Sixtinische Madonna“ festgeklebt hatten: Maike G. und Jakob B.. Bei der Protestaktion in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden hatten sich die jungen Erwachsenen an den vergoldeten Rahmen des Gemälde festgeklebt, während ein 22-Jähriger die Aktion gefilmt hatte. Auf den Shirts der Aktivisten war damals die Aufforderung „Stoppt den fossilen Wahnsinn“ geschrieben.

Razzia bei Klima-Klebern aus Dresden - sie klebten sich im August an „Sixtinische Madonna“ fest

Da der vergoldete Bilderrahmen bei der Klebe-Aktion beschädigt wurde, entstand dabei ein Schaden von rund 4.000 Euro. Dazu komme ein Einnahmeverlust von 7.000 Euro durch die nötige Schließung des Museums. Laut SKD entstand demnach insgesamt ein Schaden von rund 12.000 Euro.

Klebe-Aktionen von Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ nahmen in Deutschland zuletzt immer weiter zu. Bundesweit werden bei den Protesten insbesondere Straßen blockiert. So hatten sich Mitglieder der Bewegung erst vor einigen Tagen an den Stachus in München geklebt. Mit den Aktionen wollen die Aktivisten auf die Klimakrise aufmerksam machen und den Ausbau von erneuerbaren Energie vorantreiben. (nz/dpa)

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