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ADAC Mobilitätsindex: Viel Pkw-Verkehr in Rheinland-Pfalz

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Stau
Autos stehen im Stau. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Rheinland-Pfalz hat nach dem Saarland die zweithöchste Motorisierungsquote aller Bundesländer. Das geht aus dem am Montag erstmals veröffentlichten ADAC Mobilitätsindex hervor, der Daten zu den Themengebieten Verkehrssicherheit, Umwelt und Klima, Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit auswertet. Gründe dafür seien der hohe ländliche Anteil und die eher schwache Erschließung durch die Bahn, hieß es.

Koblenz - Der intensive Pkw-Verkehr sorgt in Rheinland-Pfalz laut Mobilitätsindex für einen sehr hohen Pro-Kopf-Ausstoß an Treibhausgasen. Das Land rangiert hier den Angaben zufolge in der Spitzengruppe der Bundesländer. Die Belastungen mit Luftschadstoffen seien trotz einiger Ausreißer nach oben wie etwa in Mainz moderat.

Die Lärmbelastung der Bevölkerung ging laut ADAC deutlicher nach unten als im Bundesdurchschnitt. Gleiches gelte für Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen. Beim Thema Stau startete Rheinland-Pfalz 2015 auf geringem Niveau, auch 2019 gehörte es zu den Bundesländern mit den wenigsten Staus.

Aktuell gebe es in der rheinland-pfälzischen Landesregierung die Bestrebung, den öffentlichen Verkehr deutlich zu stärken und auf die Schiene zu holen, indem stillgelegte Schienenstrecken wieder geöffnet würden, teilte Klaus Manns, Vorsitzender des ADAC Mittelrhein, mit. „Das könnte ein Irrweg sein.“ Die Verkehrsleistung müsse dort erbracht werden, wo die Nachfrage sei.

Wie aus dem Index hervorgeht, hat sich die Verfügbarkeit von Mobilität bis 2019 überdurchschnittlich verbessert. So sei etwa das Busangebot in schwach besiedelten Räumen ausgebaut worden.

Quellen für den Mobilitätsindex, den der ADAC gemeinsam mit der Prognos AG erstellt hat, sind den Angaben zufolge unter anderem Daten des Bundesamts für Statistik, des Kraftfahrtbundesamts oder des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung sowie des Bundesverkehrsministeriums. Datenstand sei das Jahr 2019. dpa

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