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Arbeitslosenzahlen sinken nach kurzer Unterbrechung wieder

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Agentur für Arbeit
Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Der August war wohl nur ein Ausrutscher, im September geht die Arbeitslosigkeit an der Saar jedenfalls wie in den meisten Monaten zuvor wieder zurück. Und auch bei den offenen Stellen gibt es positive Signale vom Arbeitsmarkt.

Saarbrücken - Die Arbeitslosigkeit im Saarland ist im September leicht zurückgegangen. Wie die zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte, waren im kleinsten deutschen Flächenland rund 34.500 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 1400 oder 3,9 Prozent weniger als im August und 5400 Menschen oder 13,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im September 2019 und damit vor der Corona-Pandemie wurden 33 300 Arbeitslose gezählt. Das waren 1200 Personen oder 3,4 Prozent weniger als diesen September.

Die Arbeitslosenquote betrug im September 6,5 Prozent. Vor einem Monat lag sie bei 6,8 Prozent und vor einem Jahr bei 7,5 Prozent. Stichtag für die Erhebung der neuen Zahlen war der 13. September. Damit zeichnet sich ab, dass der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahl im August nach vielen Monaten mit zurückgehenden Zahlen wohl nur ein Ausrutscher war.

Am deutlichsten war der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Frauen und Männern. „Diese hatten sich zum Teil nach dem Abschluss der Berufsausbildung arbeitslos gemeldet und haben nun den Sprung in eine Beschäftigung geschafft“, erklärte Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im September bei 47.300 Personen und damit 6000 oder 11,2 Prozent unter dem Vorjahr.

Die Zahl der offenen Stellen stieg im Vergleich zum August um 200 oder 2,3 Prozent auf 10.300. Das sind etwa 3000 Stellen oder 41,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die größte Nachfrage nach Arbeitskräften gab es in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Baugewerbe.

Die Kurzarbeit als Instrument zur Abfederung der Corona-Folgen für den Arbeitsmarkt verliert weiter an Bedeutung. Lediglich 30 Anzeigen für insgesamt 540 Beschäftigte gingen bei den Agenturen für Arbeit ein. Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im Juni 2021 rund 2600 Unternehmen für 17.100 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt. dpa

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