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Erster Flüchtlingsflug: Unterbringung in Rheinland-Pfalz

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Nancy Faeser
Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin für Inneres, spricht im Deutschen Bundestag. © Fabian Sommer/dpa

Die von der Bundesregierung angestoßene internationale Luftbrücke für Flüchtlinge aus Nachbarländern der von Russland angegriffenen Ukraine kommt in Schwung. An diesem Freitag werde ein erster Flug mit Geflüchteten starten, die in Rheinland-Pfalz unterkommen sollen, wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Donnerstag in Berlin sagte. Der Flug soll laut Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Frankfurt am Main ankommen.

Berlin/Lautzenhausen - Zuvor hatte Faeser online mit den Innenministern der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte der G7-Gruppe beraten. Deutschland hat dort derzeit den Vorsitz. Der G7-Gruppe gehören Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, die USA und Großbritannien an.

Deutschland hatte der Republik Moldau angeboten, 2500 Geflüchtete direkt zu übernehmen - Außenministerin Baerbock hatte eine entsprechende Initiative kürzlich bei einem Besuch in dem Nachbarland der Ukraine angekündigt. Zum Vorgehen sagte Faeser, die Behörden in Moldau hätten Listen mit Geflüchteten zusammengestellt. Die deutschen Behörden würden überprüfen, wer ins Land komme.

Kanada habe ein sehr großzügiges Angebot zur Aufnahme von Flüchtlingen gemacht, berichtete Faeser. Das Land habe keine Begrenzung ausgesprochen und wolle so viele Flüchtende aufnehmen, wie kommen wollten. Für einen ersten Flug nach Kanada gebe es demnach 137 Anmeldungen von Flüchtlingen. Nach Großbritannien sei am Mittwoch ein erster Flug mit besonders schutzbedürftigen Kindern und jungen Frauen gegangen. Die USA kündigten am Donnerstag an, bis zu 100.000 Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen zu wollen.

Die Bundesregierung arbeite gemeinsam mit Fluggesellschaften an Verbindungen für Geflüchtete in Europa, sagte Faeser. Deutschland könne dabei auch als Drehkreuz dienen. Frankreich beteilige sich an der direkten Verteilung der Menschen ab Breslau und ermögliche mit Bussen und Zügen die Weiterreise. Die Zusammenarbeit der Deutschen Bahn mit den anderen europäischen Bahngesellschaften sei vorbildlich, gerade mit Frankreich und Polen.

Allein in Polen sind nach Angaben von Faeser schon mehr als zwei Millionen Flüchtende angekommen, in Rumänien mehr als 700.000 und in Moldau 330.000 - was angesichts der geringen Einwohnerzahl der Republik sehr viel sei. dpa

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