1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Rheinland-Pfalz

Französisch-Stunde mit Kabarettist Alfons in Mainzer Schule

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Französischstunde mit Kabarettist Alfons
Emmanuel Peterfalvi, Kabarettist und bekannt für seine Figur Alfons. © Sebastian Gollnow/dpa

Sprachunterricht mal anders: Der deutsch-französische Kabarettist Emmanuel Peterfalvi alias „Alfons“ hat in einem Mainzer Gymnasium mit Schülern diskutiert. Er sprach am Mittwoch mit ihnen über sein Programm „Jetzt noch deutscherer“, in dem er unter anderem erklärt, warum er vor einigen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat. Trotz seiner jahrelangen Bühnenerfahrung war der 54-Jährige nach eigener Aussage nervös vor seinem Auftritt am Bischöflichen Willigis-Gymnasium in der Altstadt.

Mainz - Nach den rund anderthalb Stunden mit den Schülern sagte er der Deutschen Presse-Agentur: „Das war toll, zu sehen, dass die Schüler sehr interessiert sind, auch tolle Fragen gestellt haben und wirklich auch ein paar blöde Klischees einfach mal weggeschoben haben - so was wie: Ja, die Jugend denkt nur an Spaß.“ Es sei auch um schwierige Themen gegangen, Alfons hatte unter anderem von seiner jüdischen Großmutter erzählt, die im Konzentrationslager Auschwitz war. So einen tiefen Austausch, wie in der Schule, habe er noch nie gehabt. „Das war zwar nicht überraschend, aber sehr erfüllend und sehr toll.“

Alfons berichtete auch, dass er jahrelang überlegt habe, ob er die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen will, letztlich habe er sich dafür entschieden. „Seitdem habe ich die Entscheidung auch keine Sekunde bereut, aber der Weg zu dieser Entscheidung war sehr interessant und auch sehr anstrengend.“ Zwischen Deutschland und Frankreich habe es immer wieder Kriege gegeben, insofern sei es wichtig, sich immer wieder an die deutsch-französische Freundschaft zu erinnern. „Es war nicht immer so, es ist nicht gegeben wie die Schwerkraft.“ Auch das wolle er Jugendlichen vermitteln. „Es ist ein Geschenk, das wir bekommen haben von den Generationen vorher - und es ist ein zerbrechliches Geschenk.“ dpa

Auch interessant

Kommentare