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Geflügelhalter atmen auf: Ende der Pflicht zur Stallhaltung

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Geflügelpest
Bruderhähne, die männlichen Geschwister der Legehennen, sind in einem Stall zu sehen. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Geflügelhalter im Westerwald können aufatmen. Statt nur fester Ställe soll auch wieder Freilandhaltung möglich sein. Der Westerwaldkreis hebt nach Auskunft seiner Verwaltung vom Donnerstag die wegen Geflügelpest verhängte Pflicht zur Aufstallung zum 1. Januar 2022 auf. Hintergrund sei eine neue Risikobewertung mit dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium und dem Landesuntersuchungsamt (LUA).

Montabaur - Für eine Entwarnung gebe es jedoch keinen Grund: „Nach wie vor werden Neuausbrüche bei Hausgeflügelbeständen und Wildvögeln in anderen Bundesländern gemeldet, weshalb auch weiterhin äußerte Vorsicht geboten ist.“

Das LUA hatte bei 25 toten Wildvögeln aus dem Westerwaldkreis das H5N1-Virus nachgewiesen. Betroffen von der Geflügelpest waren Schwäne, Kanadagänse, Silberreiher und eine Stockente. Die Behörde drang daher darauf, Kontakte zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu verhindern, um bei diesen Nutztieren Infektionen zu vermeiden.

Die Geflügelpest war in dieser Saison im November 2021 erstmals in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden. Eine Übertragung dieses für Geflügel gefährlichen Virus auf den Menschen ist laut dem LUA in Deutschland bisher nicht bekannt. Sie sei aber theoretisch möglich und in anderen Staaten bereits festgestellt worden. dpa

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