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Gutenberg-Museum hat einen neuen Direktor

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Gutenberg-Museum in Mainz
Blick auf das historische Gebäude „Zum Römischen Kaiser“, in dem das Gutenbergmuseum ist. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Der Kunsthistoriker Ulf Sölter kommt in einer entscheidenden Phase von Hamm in Westfalen an den Rhein: Das Museum bereitet den Neubau vor, die Stadt möchte die Trägerschaft erweitern.

Mainz - Das Gutenberg-Museum in Mainz bekommt nach zwölf Jahren einen neuen Direktor. Der Stadtrat stimmte am Mittwochabend der Berufung des Kunsthistorikers Ulf Sölter als Nachfolger von Annette Ludwig zu, die zur Klassik Stiftung Weimar wechselt.

Der 49-jährige Sölter war zuletzt Direktor des Gustav-Lübcke-Museums der Stadt Hamm, zuvor von 2014 bis 2019 stellvertretender Direktors des Clemens-Sels-Museums in Neuss. Das Gutenberg-Museum mache das Drucken sinnlich erlebbar, erklärte Sölter zu seiner neuen Aufgabe. „Die Partizipation der Besucherinnen und Besucher sowie die lebendige Vermittlung von Inhalten sind wesentliche Erfolgsfaktoren des Gutenberg-Museums, die ich stärken und ausbauen möchte.“

„Wir freuen uns sehr, mit Dr. Sölter eine so versierte und für die Stadt Mainz und das Gutenberg-Museum brennende Persönlichkeit gewonnen zu haben“, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur fügte er hinzu: „Ich bin überzeugt, dass 2022 auch ein Gutenberg-Jahr wird.“ Nach dem Start eines Architektenwettbewerbs für den Neubau des Museums seien Büros international aufgerufen, sich mit ihren Ideen zu bewerben. Ein erstes Neubau-Projekt scheiterte im April 2018 an einem Bürgerentscheid.

„Gemeinsam mit dem Land werden wir dann auch in der Frage einer Neuordnung der Trägerschaft für das Gutenberg-Museum auf den Bund zugehen“, sagte Ebling. Gutenberg gehöre in die Reihe der großen, für Deutschland prägenden Köpfe. Ohne seine Erfindungskraft und den Buchdruck wären weder der Erfolg von Luther noch die Demokratiebewegung des 19. Jahrhunderts vorstellbar gewesen. „Dies ist von einer so großen nationalen Tragweite, dass es angemessen wäre, dass sich Bund und Land gemeinsam mit der Stadt in der Trägerschaft organisieren. Ob dies in der Form einer Stiftung geschehen sollte oder ob sich eine andere Lösung anbietet, müssen wir gemeinsam besprechen.“ dpa

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