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Ingvartsen mit gutem Bauchgefühl vor Duell mit Ex-Club Union

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Marcus Ingvartsen
Mainzer Marcus Ingvartsen. © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Körperbetonter Fußball - dafür stehen Mainz und Union in der Bundesliga. Das Duell der beiden gut gestarteten Mannschaften verspricht zudem zwei Jubiläen.

Mainz - Marcus Ingvartsen rechnet mit einem „sehr interessanten Duell“ - und der dänische Angreifer müsste es am besten beurteilen können. Schließlich gehörte der Neuzugang des FSV Mainz 05 noch vor einem Monat dem Kader des 1. FC Union Berlin an. Am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) treffen beide Teams aufeinander. Ingvartsen darf dann auf seinen ersten Startelfeinsatz bei den Gastgebern hoffen. „Der Marcus hat eine gute Entwicklung genommen. Er findet sich immer besser in die Mannschaft rein“, sagte Trainer Bo Svensson am Freitag.

„Wenn Teams gegen Union antreten, wissen sie, dass es ein hartes Spiel wird – das ist in Mainz genauso, weil die Gegner wissen, dass wir einhundert Prozent geben und Druck aufbauen“, versprach Ingvartsen ein heißes Duell. Er weiß aber auch: „Es wird schwierig, sie zu knacken.“

Die Berliner sind in der Bundesliga zwar seit acht Auswärtsspielen sieglos, aber Mainz ist etwas ganz Besonderes für die Eisernen: Hier feierten sie am 9. November 2019 den ersten Auswärtssieg ihrer Bundesliga-Geschichte (3:2) überhaupt. Und in der Tabelle steht der Conference-League-Teilnehmer nur einen Punkt hinter den ebenfalls stark gestarteten Mainzern. Zudem darf Union am Sonntag auf ein besonderes Jubiläum hoffen: Bisher stehen beim Aufsteiger von 2019 insgesamt 99 Bundesliga-Tore zu Buche.

Andererseits ist Mainz als einziges Team zuhause bei zwei Siegen und einem Remis noch ohne Gegentor - vier Mal wäre Clubrekord. Für einen, auf den es in der Abwehr ankommt, könnte es ein besonderer Tag werden: Stefan Bell steht vor seiner 200. Liga-Partie für die Nullfünfer, so viele hat bisher nur Nikolce Noveski. Der 30-Jährige genießt bei Svensson hohes Ansehen, auch in der Kabine: „Seine Bedeutung hört nicht auf, wenn der Schiedsrichter abpfeift.“

Kapitän Moussa Niakhaté könnte derweil nach seiner Muskelverletzung früher in den Kader zurückkehren als erwartet. Der Franzose ist nach Angaben Svenssons schon wieder „sehr gut“ im Mannschaftstraining unterwegs.

Vorne könnte Ingvartsen neben Jonathan Burkardt gegen seinen alten Club wirbeln, zumal Adam Szalai nach einer Meniskus-Operation ausfällt. Der 25-Jährige kam seit seinem Wechsel bislang dreimal als Joker zum Einsatz. Beim Sieg in Hoffenheim traf er nur 78 Sekunden nach seiner Einwechslung. „Ich benötige ein wenig Übergangszeit, auch wegen der Umstellung vom Mittelfeldspieler zum Stürmer“, sagte er. Das sieht anscheinend auch der frühere Mainzer Chefcoach und heutige dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand so: Ingvartsen steht nicht in seinem aktuellen Aufgebot für die nächsten WM-Qualifikationsspiele.

Ingvartsen und sein Team treffen auf einen Berliner Kader mit gleich drei ehemaligen Mainzern - Taiwo Awoniyi, Levin Öztunali und Anthony Ujah. „Wir schreiben uns ab und zu und freuen uns sehr darauf, uns dieses Wochenende wiederzusehen“, sagte Ingvartsen über seine früheren Berliner Kollegen. Und: „Ich habe ein gutes Bauchgefühl – hoffentlich werde ich mich auch nach dem Spiel freuen können.“ dpa

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