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Keyhanfar vertritt Svensson bei Mainz: „Durchs Feuer gehen“

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Babak Keyhanfar
Moussa Niakhate im Gespräch mit dem Mainzer Co-Trainer Babak Keyhanfar (r). © Torsten Silz/dpa/Archivbild

Als erster Trainer im Fußball-Oberhaus muss der Mainzer Bo Svensson am Wochenende wegen seiner vierten Gelben Karte pausieren. In Fürth ist er natürlich trotzdem dabei.

Mainz - Co-Trainer Babak Keyhanfar hat das „volle Vertrauen“ seines verbannten Chefs beim FSV Mainz 05. Der Assistent wird die Rheinhessen im Bundesliga-Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth am Samstag (15.30 Uhr/Sky) an der Seitenlinie coachen, da Bo Svensson nach vier Gelben Karten gesperrt ist. „Nicht nur er, sondern auch die anderen im Trainerteam haben morgen mehr Verantwortung. Aber das werden sie gemeinsam lösen“, sagte der dänische Fußball-Cheftrainer am Freitag.

Die genauen Abläufe würden erst nach dem Abschlusstraining besprochen, sagte Svensson. Er darf sich bis eine halbe Stunde vor Anpfiff sowie während der Halbzeitpause in der Kabine aufhalten und die Partie - anders als es nach einer Rotsperre der Fall wäre - auf der Tribüne verfolgen. „Aber ich darf nicht aktiv coachen“, erklärte Svensson.

Seinen Job wird Keyhanfar übernehmen, mit dem Svensson schon als Mainzer U-19-Trainer und beim österreichischen Zweitligisten FC Liefering zusammenarbeitete. „Es ist sein erstes Bundesligaspiel als Hauptverantwortlicher“, sagte Svensson über den 36 Jahre alten gebürtigen Mainzer. „Aber ich habe volles Vertrauen, dass er diese Aufgabe zusammen mit dem übrigen Trainerteam lösen wird.“

Auch auf die Unterstützung der Mannschaft könne Keyhanfar bauen: „Babak hat einen sehr guten Draht zu den Jungs. Ich glaube, dass sie für ihn durchs Feuer gehen werden.“ Der Ansatz der Mainzer im Sportpark Ronhof wird es sein, erst gar kein gegnerisches Feuerwerk aufkommen zu lassen. So, wie es beispielsweise am Dienstag im Pokal-Achtelfinale beim VfL Bochum gelungen war - bis zur 53. Minute. Da wurde binnen drei Minuten aus einer 1:0-Führung ein 1:2 und danach funktionierte nichts mehr.

„Das lag nicht am fehlenden Personal, sondern an unserem Verhalten“, sagte Svensson. „Wir haben der Mannschaft die entsprechenden Bilder gezeigt, und ich habe die Sachen angesprochen, die ich für wichtig halte. Damit ist das Spiel abgeschlossen, der Blick richtet sich nach vorne.“

Laut Svensson soll man den Gegner nicht anhand seines Tabellenstands - abgeschlagenes Schlusslicht mit sieben Punkten - beurteilen. „Man muss die Fürther inhaltlich betrachten, das ist eine andere Mannschaft als in der Hinrunde“, betont der Mainzer Trainer. Sein Kollege Stefan Leitl habe eine gute Balance im Spiel mit und ohne Ball gefunden, die jüngsten fünf Begegnungen zeugten von der Verbesserung: ein Sieg, drei Unentschieden, lediglich in Dortmund verloren. „Und am vorigen Wochenende hätten sie gegen Bielefeld gewinnen müssen“, betonte der 42 Jahre alte Svensson. dpa

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