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Tödliche Schüsse auf Polizei: Verdächtiger bestreitet Verdacht – Ermittler bekamen bislang gut 150 Hinweise

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Von: Marc Dimitriu, Bettina Menzel, Katarina Amtmann

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Zwei Polizisten sind bei einer Verkehrskontrolle in Rheinland-Pfalz erschossen worden. Die Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest. Zunächst sind noch viele Fragen offen. Der News-Ticker.

Update vom 2. Februar, 7.04 Uhr: Die Ermittler untersuchen an diesem Mittwoch weitere Details zu den beiden festgenommenen Tatverdächtigen. Sie wollen laut Staatsanwaltschaft unter anderem klären, ob die Männer über Waffenbesitzkarten verfügten.

Bei der Festnahme der Männer am Montag im Saarland war ein großes Waffenarsenal sichergestellt worden. Die Behörden wollen auch den rund 150 Hinweisen nachgehen, die zu dem Verbrechen bis zuletzt eingegangen waren. Seit Dienstag sitzen die 32 und 38 Jahre alten Saarländer wegen Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord und Wilderei in Untersuchungshaft. 

„Abscheulichen Postings“ in sozialen Medien - Manche feiern die Täter

Die Ermittler sprachen auch von Beifallsbekundungen mit den Tätern in sozialen Medien. Dies werde man nicht hinnehmen, kündigte Frank Gautsche von der Kriminaldirektion Westpfalz an. Die Behörden würden diese „abscheulichen Postings“ genau untersuchen und alles daran setzen, die Absender von Hassnachrichten strafrechtlich zu verfolgen. Mehrere führende Politiker sprachen sich in der Bild (Mittwoch) für Solidarität mit der Polizei aus. So warb Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dafür, Verständnis für die Arbeit der Frauen und Männer in Uniform zu zeigen und ab und zu Danke zu sagen - „einfach so“. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte: „Anfeindungen und Angriffe auf Polizisten dürfen wir nicht dulden.“

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bekräftigte: „Den Respekt für diese Frauen und Männer weiter zu stärken, bleibt eine gesellschaftliche Aufgabe.“ Allerdings werde man die Gefahren, die dieser Beruf mit sich bringen könne, nie völlig ausschalten können. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) verwies in der Bild auf eine gestärkte Ausrüstung der Polizei in seinem Bundesland und nannte als ein Beispiel die Einführung von Bodycams.

Update vom 1. Februar, 19.15 Uhr: Im Rahmen der Pressekonferenz am Dienstagmittag sind weitere Details zu der Verkehrskontrolle in Rheinland-Pfalz veröffentlicht worden, bei der zwei Polizisten von mutmaßlichen Wilderern erschossen wurden. Die Ermittler gehen zum jetzigen Zeitpunkt weiter davon aus, dass beide Verdächtige auf die Polizisten geschossen haben.

Der 32-jährige Verdächtige hatte gegenüber der Polizei bestätigt, dass es bei der Kontrollsituation zu den Schüssen gekommen sei. Er bestritt jedoch selbst geschossen zu haben und schob die Verantwortung auf den 38-jährigen Verdächtigen ab. Auch der Anwalt des 32-Jährigen beharrt darauf, dass dieser nicht geschossen habe.

„Er hat angegeben, dass er am Tatort zur Tatzeit war, hat aber genauso angegeben, dass er an der Tat, der Ermordung der beiden Polizeibeamten, in keinster Weise beteiligt war“, bestätigte der Verteidiger am Dienstag gegenüber dem Südwestdeutschen Rundfunk. Die Vermutungen der Ermittler, wonach beide Verdächtigen geschossen haben sollen, wies er zurück.

Zwei Polizisten bei Kontrolle getötet: Polizei geht von zwei Schützen aus - Verdächtiger widerspricht

„Es ist vollkommen unproblematisch möglich nach dem Ablauf, der dem Haftbefehl zugrunde liegt, dass eine Person die Waffen gewechselt hat, die Waffen nachgeladen hat. Das ist auch bei sogenannten Einzelladern, für jemanden der geübt ist, vollkommen unproblematisch möglich“, so die Erklärung des Anwalts. Bei Einzellader-Gewehren muss vor jedem neuen Schuss eine neue Patrone händisch durchgeladen werden, weswegen die Ermittler von zwei Schützen ausgehen.

Wie bild.de mit Verweis auf die Ermittler berichtet, soll der 29-jährige Polizei-Beamte insgesamt von vier Schüssen getroffen worden sein. Seine 24-jährige Kollegin wurde durch einen Kopfschuss tödlich verwundet. Nach bisherigen Erkenntnissen hat der 29-Jährige selbst insgesamt 14 Schüsse abgegeben, jedoch keinen der Verdächtigen getroffen.

Zwei Polizisten bei Kontrolle getötet: Jagdverband fassungslos über „ungeheure Brutalität“

Update vom 1. Februar, 14.52 Uhr: Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat entsetzt auf den Mord an zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz reagiert. "Die ungeheure Brutalität macht uns fassungslos", teilte DJV-Präsident Volker Böhning am Dienstag mit. Der Verband forderte eine schnelle und umfassende Aufklärung der Tat und der Hintergründe.

Nach Angaben des DJV hatte der Haupt-Tatverdächtige keinen gültigen Jagdschein und sei nicht berechtigt, Jagdwaffen zu besitzen. Die zuständige Behörde im Saarland habe seinen Antrag auf einen Jagdschein für 2020 abgelehnt. Gegen den Mann habe es zudem schon Ermittlungen wegen Wilderei gegeben.

Zwei Polizisten bei Kontrolle hingerichtet: Polizei teilt neue Erkenntnisse zu Verdächtigen und Tatmotiv mit

Update vom 1. Februar, 14.52 Uhr: Polizeipräsident Denne habe eine Opfer-Familie bereits besucht: „Wenn man dann die Mutter umarmt, das geht einem sehr nahe.“

Staatsanwalt Gehring spricht von einer gesenkten Hemmschwelle bei einigen Menschen gegenüber der Polizei, die unverständlich sei. Polizeiangriffe seien oft ideologisch bestimmt. „Diese Menschen sehen den Staat als Hassobjekt“, so der Staatsanwalt. „Das ist sehr besorgniserregend.“

Die Polizei stellt nochmal klar, dass sich der Verdächtigte nicht über seine Anwältin gestellt habe.

Polizistenmord in Kusel: Täter waren polizeibekannt - hatten aber keine Vorstrafen

Update vom 1. Februar, 14.26 Uhr: Die beiden Verdächtigen sollen Bekannte sein. Auf jeden Fall seien sie nicht miteinander verwandt. Der ältere habe von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Der jüngere habe bei der Vernehmung die Wilderei und auch die Schüsse gegen die Polizisten bestätigt, gab jedoch an, nicht selbst geschossen zu haben. Die Polizei bestätigt, dass beide Polizisten am Kopf getroffen wurden. Zu politisch Motivationen habe die Polizei derzeit keine Erkenntnisse. Wegen der Beschaffenheit der Waffen, bei denen es sich um Einzellader handelt, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass beide Tatverdächtigen geschossen hätten, da es in dem Zeitraum nicht machbar sei, dass eine Person so oft nachlädt.

Update vom 1. Februar, 14.19 Uhr: Der 38-jährige Haupt-Tatverdächtige war schon vorher wegen Jagdwilderei und Unfallflucht polizeibekannt, der andere wegen Betrugs. Bei beiden gab es aber keine eingetragenen Vorstrafen.

Die 24-jährige Polizeianwärterin war schon gegen Ende ihrer Ausbildung. In der Phase sei es üblich, dass Anwärter Streifen unterstützen.

Update vom 1. Februar, 14.17 Uhr: Die Wirtschaftsverhältnisse der Verdächtigen seien „alles andere als geordnet“, ihre sozialen Verhältnisse „brüchig“, erklärt der Staatsanwalt. „Das Ermittlungsverfahren ist noch am Anfang“, betont die Polizei.

„Es gehört nicht zu unserem Verständnis von Deutschland, dass jemand auf offener Straße mit Gewehren schießt, nur weil er vielleicht beim Wildern erwischt wurde.“

Zwei Polizisten bei Kontrolle hingerichtet: Polizei geht von gemeinschaftlichem Mord aus

Update vom 1. Februar, 14.04 Uhr: Der Vize-Polizeipräsident von Rheinland-Pfalz, Heiner Schmolzi, erläutert nun die Details. Die beiden Polizisten hätten ein verdächtiges Fahrzeug in der Nähe von Ulmet entdeckt und kontrollierten dieses. Die letzte Verbindung zu den beiden war ein Funkspruch, in dem die Polizisten sagten: „Sie schießen, wir brauchen Unterstützung.“ Als die Verstärkung eintraf, fanden sie nur noch die erschossenen Polizisten vor.

Das verdächtige Fahrzeug war nicht mehr vor Ort. Einer der beiden Tatverdächtigen hatte jedoch Personalausweis und Führerschein an dem Tatort verloren. So konnte sich in der Folge ein Fahndungserfolg einstellen.

In Sulzbach machten die saarländischen Kollegen zwei Wohnobjekte ausfindig, die mit den möglichen Tätern in Verbindung gebracht wurden. Auch ein Fahrzeug, das damit in Zusammenhang steht, konnte gefunden werden. Dort erfolgte dann der Zugriff der Polizei. Neben den beiden Festgenommen wurde eine weitere, 32-jährige Person in einem der Objekte entdeckt. Womöglich ist er ebenfalls ein Verdächtiger.

Die beiden Tatverdächtigen wurden am nächsten Morgen dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl geht davon aus, sie die beiden Polizisten gemeinschaftlich erschossen wurden. Zum Tathergang wird vermutet, dass die vermutlichen Täter gewildert hätten. Die Polizisten fanden das tote Wild bei der Kontrolle auf der Ladefläche vor. Die Polizisten waren den Angaben zufolge in Uniform und klar erkenntlich.

Die Ermittler gehen von zwei Tatwaffen aus. Die Polizistin wurde von einem Projektil im Kopf getroffen, ihr Kollege wurde mehrmals getroffen. Der Haftrichter geht von Fluchtgefahr aus, das Motiv für die Tat sei eine Verschleierung des Wilderns der Tatverdächtigen. Die weiteren Ermittlungen sollen den genauen Tatvorgang und die Motive klären.

Update vom 1. Februar, 14.01 Uhr: Der Rheinland-pfälzische Polizeipräsident, Miachel Denne, spricht von einer neuen „Zeitrechnung“. Der Tod der Kollegen mache sie sehr betroffen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren weiter.

Die Polizei erlebe auch viel Zustimmung und Beileidsbekundungen auch von vielen Privatpersonen.

Update vom 1. Februar, 14.00 Uhr: Die Pressekonferenz der Polizei Rheinland-Pfalz beginnt nun.

Update vom 1. Februar, 13.30 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten in der Pfalz wurde nun Haftbefehl gegen beide noch am Montag festgenommenen Männer erhoben. Wie Bild berichtet, soll der Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes und wegen Wilderei erhoben worden sein. Beide befinden sich demnach nun in Untersuchungshaft.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten aus dem Saarland haben die Ermittler bei den Tatverdächtigen ein großes Waffenarsenal sichergestellt. Wie am Dienstag aus Sicherheitskreisen verlautete, fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung im saarländischen Spiesen-Elversberg fünf Kurzwaffen, ein Repetiergewehr, zehn weitere Langwaffen, eine Armbrust sowie einen Schalldämpfer und Munition. Die Ermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass der festgenommene 38-jährige Tatverdächtige Zugang zu den Waffen hatte.

Im Haus des zweiten Tatverdächtigen seien zwei Langwaffen entdeckt worden, hieß es. Der 32-Jährige habe seine Bereitschaft erklärt, auszusagen.

Update vom 1. Februar, 11.45 Uhr: Das genaue Motiv für die unglaubliche Tat in Kusel in der Pfalz ist noch immer unklar, am Mittag wollen Staatsanwaltschaft und Ermittler ab 14 Uhr in einer Pressekonferenz informieren. Wie nun der Spiegel berichtet, soll bei der Festnahme des 38-Jährigen dessen Auto aufgefallen sein. Es sei von Einschusslöchern beschädigt gewesen. Weiter unklar ist, ob die beiden Tatverdächtigen als illegale Wilderer den beiden Polizisten ins Auge gefallen sein könnten. Wie nun der Focus unter Berufung auf den Deutschen Jagdverband berichtet, soll der festgenommene 38-Jährige aktuell keinen gültigen Jagdschein besessen haben. Diese sei ihm bereits zweimal entzogen werden. Der Tatverdächtige habe demnach aktuell keine Waffen legal besitzen dürfen.

Zwei Polizisten bei Kontrolle getötet - Tatverdächtige sollen Ermittlungsrichtiger vorgeführt werden

Update vom 1. Februar, 11 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten in der Pfalz sollen die beiden Tatverdächtigen am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Das erklärte eine Polizeisprecherin in Kaiserslautern. Der Zeitpunkt war zunächst noch unklar. Die beiden 32 und 38 Jahre alten Deutschen waren am Montagabend vor und in einem Haus im saarländischen Sulzbach festgenommen worden. Die Ermittlungen dauern jedoch weiter an, bis „ausgeschlossen werden kann, dass es noch weitere Täter gibt“, bestätigte die Sprecherin.

Am frühen Montagmorgen waren eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ein 29 Jahre alter Oberkommissar bei einer Verkehrskontrolle an einer Kreisstraße in der Pfalz in der Nähe der Kreisstadt Kusel erschossen worden. Die Beamten hatten nach Angaben aus Sicherheitskreisen zuvor per Funk gemeldet, in einem Fahrzeug sei totes Wild gefunden worden. Später meldeten sie „Die schießen“. Der Polizist soll am Tatort noch mehrere Schüsse abgegeben haben - ob es Warnschüsse waren oder der Beamte einen Tatverdächtigen verletzte, war noch unklar. Die Waffe seiner Kollegin kam offensichtlich nicht zum Einsatz.

Während die junge Frau, die noch an der Hochschule der Polizei studierte, nach Polizeiangaben sofort tot war, habe ihr Kollege zunächst noch gelebt. Er sei gestorben, als die Rettungskräfte eintrafen.

Zwei junge Polizisten bei Kontrolle getötet: Ermittler kündigen Pressekonferenz an

Update vom 1. Februar, 9.30 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten in der Pfalz wollen sich Ermittler am Dienstagmittag äußern. Voraussichtlich ab 14 Uhr werden Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Pressekonferenz vor die Kameras treten. Das bestätigte ein Sprecher am Dienstagmorgen in Kaiserslautern.

Die Ermittlungen gehen währenddessen mit Hochdruck weiter. Die Fahndungsmaßnahmen hätten in der Nacht angedauert, hieß es. An diesem Dienstag soll auch ein Tatverdächtiger dem Haftrichter vorgeführt werden. Am frühen Montagmorgen waren eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und ein 29 Jahre alter Oberkommissar bei einer Verkehrskontrolle an einer Kreisstraße in der Pfalz in der Nähe der Kreisstadt Kusel erschossen worden. Am Montagabend wurden zwei Deutsche festgenommen. Zunächst stellte sich ein 38-Jähriger - ein Wildhändler aus dem saarländischen Kreis Neunkirchen - der Polizei, nachdem sie öffentlich nach ihm gefahndet hatte. Der Verdächtige habe sich über seine Anwältin gemeldet und sei vor einem Haus im saarländischen Sulzbach festgenommen worden.

In dem Haus wurde auch ein 32 Jahre alter Verdächtiger festgenommen. In welchem Zusammenhang er zu den Schüssen stehe, müssten die Ermittlungen ergeben, hieß es. Beide Männer hätten sich zunächst nicht zur Sache geäußert, hatte die Polizei erklärt.

Zwei junge Polizisten bei Kontrolle hingerichtet: Tatverdächtige verhaftet - Neue Details bekannt

Update vom 1. Februar, 6.40 Uhr: Auch einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten herrscht Entsetzen in Deutschland. Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat sich bestürzt und fassungslos gezeigt. „Es ist unbegreiflich, wenn Polizistinnen oder Polizisten bei der Erfüllung ihrer Aufgabe, die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen, zum Angriffsziel werden und ihr Leben verlieren“, sagte Münch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer sowie den Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Währenddessen kommen immer weitere Details zu dem Einsatz ans Licht. So sei die Polizei dem mutmaßlichen Täter auf die Spur gekommen, da er am Tatort sowohl seinen Ausweis als auch seinen Führerschein verloren haben soll. Wie Bild berichtet, habe er diese vermutlich zunächst den Polizisten zur Kontrolle gegeben. Bei dem 38-Jährigen soll es sich um einen Familienvater handeln, seine Bäckerei habe nach Angaben der Bild im Vorjahr Insolvenz angemeldet.

Der mutmaßliche Täter sei demnach bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen illegalen Handelns mit Wildtieren. Und genau dieser Wilderei soll der 38-Jährige demnach in den Morgenstunden des Tattags nachgegangen sein. Das genaue Motiv bleibt nach offiziellen Angaben jedoch weiterhin unbestätigt.

Update vom 31. Januar, 21.25 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich am Montagabend auf Twitter zu dem Mord an den beiden jungen Polizisten. Was in Kusel passiert sei, bedrücke ihn sehr, so der Bundeskanzler. „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der beiden jungen Opfer. Und ich denke an die vielen Polizist*innen, die jeden Tag ihr Leben riskieren, um uns Bürger*innen zu schützen“, schrieb der Regierungschef auf dem Kurznachrichtendienst und forderte dazu auf, die Hintergründe der Tat schnell aufzuklären.

Fahndungsdruck zu groß: Tatverdächtiger Andreas S. stellt sich der Polizei

Update vom 31. Januar, 20.16 Uhr: Nachdem die Polizei am Montagnachmittag zwei Tatverdächtige im Saarland festgenommen hatte, werden immer mehr Details zur Festnahme bekannt. Demnach soll der Fahndungsdruck auf den 38-jährigen Verdächtigen Andreas S. und einen möglichen Mittäter, einen 32-jährigen Mann, zu groß geworden sein. Etwa 13 Stunden nach dem Mord an zwei Polizisten konnten Spezialeinsatzkräfte der Polizei den 38-Jährigen aus dem saarländischen Kreis Neunkirchen vor einem Haus im saarländischen Sulzbach festnehmen. Das teilte ein Polizeisprecher in Kaiserslautern am Montagabend mit. Andreas S. soll sich kurz zuvor über einen Anwalt bei der Polizei gemeldet haben und habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen. Auch einen zweiten Verdächtigen, einen 32-jährigen Mann, konnte die Polizei kurz darauf festnehmen, er leistete ebenfalls keinen Widerstand. Wie genau das Verbrechen ablief, welches Motiv es gab und in welchem Zusammenhang der zweite Tatverdächtige zu den Schüssen steht, sollen die laufenden Ermittlungen ergeben. Beide Verdächtige äußerten sich zunächst nicht zu der Tat.

Zweiter Tatverdächtiger festgenommen: 32-jähriger Mann könnte Mittäter sein

Update vom 31. Januar, 17.59 Uhr: Auch ein zweiter Tatverdächtiger wurde laut Angaben der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und des Polizeipräsidiums Westpfalz nun festgenommen. Derzeit werde geprüft, ob der 32-jährige Mann mit dem Tatgeschehen in Zusammenhang steht, teilte die Polizei am Montag mit. Die Fahndungsmaßnahmen nach möglichen Mittätern laufen weiter.

Polizei nimmt Tatverdächtigen Andreas S. fest

Update vom 31. Januar, 17.40 Uhr: Die Polizei hat im Fall der zwei ermordeten Polizisten den Tatverdächtigen Andreas S. festgenommen. Die Festnahme erfolgte gegen 17 Uhr in Sulzbach im Saarland. Der Mann äußerte sich nach Angaben der Polizei nicht zur Tat. Er werde am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Kaiserslautern vorgeführt. Die Fahndung läuft indes weiter, da nicht ausgeschlossen werden könne, dass es weitere Tatverdächtige oder Mittäter gebe, so die Polizei laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur.

Polizei fahndet nach 38-jährigem Andreas S. und veröffentlicht Fahndungsfoto

Update vom 31. Januar, 16:14 Uhr: Die Polizei fahndet nun nach einem weiteren Verdächtigen. In einer Pressemitteilung heißt es: „Nach ersten Ermittlungen ergibt sich ein Tatverdacht gegen den 38-jährigen Andreas S.. Sein Aufenthalt ist derzeit unbekannt. Die Beamten fahnden mit Hochdruck nach dem Mann. Im Einsatz sind auch Polizeihubschrauber, Personenspürhunde sowie Spezialkräfte der Polizei.“ Die Fahnder gehen weiterhin verschiedenen Hinweisen nach. Bislang konnte der Verdächtige nicht aufgegriffen werden. Die Suche wird fortgesetzt.

Update vom 31. Januar, 16:12 Uhr: Dem Focus liegen neue Informationen zu einem der Täter vor. Bereits vor Stunden hieß es, die ermordeten Polizisten sollen totes Wild in einem verdächtigen Fahrzeug gefunden haben (siehe Update vom 31. Januar 10.07Uhr). Nun scheint sich der Verdacht der Wilderei gegen den oder die Täter zu erhärten. Wie das Magazin erfahren haben will, soll es sich bei dem Gesuchten um einen offenbar 29-jährigen deutschen Mann handeln.

So soll den Ermittlern das Kennzeichen des Fluchtwagens bekannt sein. So fanden sie wohl heraus, dass dem Halter der Führerschein entzogen wurde. Deswegen seien sie auf der Suche nach dem Autobesitzer.

Zunächst gingen die Behörden laut Focus davon aus, dass der Mann aus dem Saarland stamme. Aktuellen Informationen nach soll er aber aus der Region stammen.

Update vom 31. Januar, 15:21 Uhr: Wie die Bild nun berichtet, sollen die zwei Polizisten durch Kopfschüsse getötet worden sein. Offenbar hätte die 24-Jährige keine Chance gehabt, sich zu verteidigen. Ihre Pistole soll noch im Holster gesteckt sein, als man sie fand. Die Täter hätten demnach völlig überraschend geschossen.

Ihr 29-jähriger Kollege soll nach Informationen des Blattes hingegen sein gesamtes Magazin leer geschossen haben. Jedoch wurde er dann ebenfalls am Kopf getroffen.

Polizistenmord in Rheinland-Pfalz: Polizisten stammten aus dem Saarland

Update vom 31. Januar, 13:26 Uhr: Die im rheinland-pfälzischen Kreis Kusel erschossenen Polizisten stammten laut dem saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) beide aus dem Saarland. Er habe deswegen seinen Innenminister Klaus Bouillon (CDU) gebeten, „als Ausdruck der Trauer und Solidarität die Flaggen im Saarland auf halbmast zu setzen“. Der Regierungschef zeigte sich laut einer Mitteilung seiner Staatskanzlei „zutiefst erschüttert“ und „absolut fassungslos“. Die saarländische Polizei unterstütze ihre Kollegen in Rheinland-Pfalz „mit allen Mitteln bei der Aufklärung dieses furchtbaren Verbrechens“. Hans betonte: „Ich bin in Gedanken bei den Angehörigen und wünsche den Familien, Freunden, Kolleginnen und Kollegen viel Kraft in diesen schweren Stunden.“

Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei appelliert an Bürger nicht an Corona-Demos teilzunehmen - Polizisten würden für Fahndung gebraucht

Update vom 31. Januar, 13:26 Uhr: Die beiden bei einer Verkehrskontrolle in der Pfalz getöteten Polizisten haben Uniformen getragen. Sie seien zwar in einem zivilen Streifenwagen unterwegs gewesen, hätten aber Uniform und Sicherheitswesten getragen, berichtete eine Sprecherin der Polizei in Kaiserslautern.

Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Sabrina Kunz, hat nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten an die Bürger in der Region Kusel und Kaiserslautern appelliert, sich an diesem Montagabend nicht an Versammlungen gegen Corona zu beteiligen. „Aus Rücksichtnahme auf das, was passiert ist“, begründete Kunz ihren Appell in Mainz. Die Einsatzkräfte würden auch für die Ermittlungen in dem doppelten Tötungsdelikt gebraucht. Die Fahndung nach dem oder den Tätern läuft unterdessen auf Hochtouren weiter.

Zwei junge Polizisten bei Kontrolle erschossen - wohl heiße Spur bei Suche nach flüchtigen Verdächtigen

Update vom 31. Januar, 12:43 Uhr: Nach Informationen des Tagesspiegels soll es nun eine heiße Spur im Fall der zwei ermordeten Polizisten geben. Einer der Tatverdächtigen sei polizeibekannt, hieß es offenbar in Sicherheitskreisen. Weitere Informationen gebe es aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Update vom 31. Januar, 12:03 Uhr: Die Polizei hat mittlerweile im Ort Ulmet nahe dem Tatort eine Anlaufstelle für besorgte Bürger aufgebaut. „Ab sofort sind Kollegen von uns als Ansprechpartner für die Bevölkerung in Ulmet vor Ort. Ihr findet sie in der Nähe des Gasthauses ‚Steinerner Mann‘“ , schreibt die Polizei Kaiserslautern auf Twitter.

Update vom 31. Januar, 11.21 Uhr: Nachdem sich bereits die Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihr Innenminister Lewentz zu der Tat geäußert hatten, reagierte nun die Bundesinnenministerin Nancy Faeser mit großer Bestürzung auf den Tod der beiden Polizisten. „Unabhängig davon, welches Motiv der Tat zugrunde liegt: Diese Tat erinnert an eine Hinrichtung, und sie zeigt, dass Polizistinnen und Polizisten jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren“, sagte die SPD-Politikerin am Montag. „Meine Gedanken sind bei den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer. Wir werden alles tun, um die Täter dingfest zu machen.“ Sie habe dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz (SPD) jede Unterstützung angeboten, die für eine möglichst schnelle Festnahme der Täter und für die Ermittlungen benötigt werde, sagte Faeser.

Rheinland-Pfalz, Mayweilerhof: Polizeibeamte kontrollieren an einer Absperrung an der Kreisstraße 22, rund einen Kilometer von dem Tatort entfernt, an dem zwei Polizeibeamte durch Schüsse getötet wurden, ein Auto.
Rheinland-Pfalz, Mayweilerhof: Polizeibeamte kontrollieren an einer Absperrung an der Kreisstraße 22, rund einen Kilometer von dem Tatort entfernt, an dem zwei Polizeibeamte durch Schüsse getötet wurden, ein Auto. © Sebastian Gollnow/dpa

Politiker reagieren geschockt auf Polizisten-Mord bei Kusel: „Extrem bedrückend“

Update vom 31. Januar, 10.54 Uhr: Der designierte Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour hat den gewaltsamen Tod der beiden Polizisten als „extrem bedrückend“ bezeichnet. Polizisten leisteten ihren Dienst für das Allgemeinwohl und arbeiteten gerade in der Pandemie „Millionen Stunden und Überstunden“, sagte Nouripour am Montag in Berlin. „Wenn sie bei Verkehrskontrollen so unter Lebensgefahr sind, ist das eine ganz, ganz schwierige Angelegenheit, und wir werden hoffentlich sehr schnell Erkenntnisse haben.“ Den Hinterbliebenen drückte er sein Mitgefühl aus. „Ich glaube, wir sind alle bei ihnen und wissen, dass ihr Verlust unser aller Verlust ist.“

Update vom 31. Januar, 10.37 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz haben sich „zutiefst schockiert“ über die tödlichen Schüsse auf eine Polizistin und einen Polizisten in Rheinland-Pfalz gezeigt. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, heißt es in einer Mitteilung der beiden SPD-Politiker in Mainz vom Montag.

„Die Tat ist entsetzlich. Es bestürzt uns sehr, dass zwei junge Menschen im Dienst ihr Leben verloren haben.“ Die Ministerpräsidentin hat aufgrund der Ereignisse als sichtbares Zeichen der Trauer im Einvernehmen mit dem Innenminister Trauerbeflaggung (halbmast) im Land angeordnet. Für alle Streifenwagen des Landes ist Trauerflor vorgesehen.

Polizisten-Mord in der Pfalz Täter auf der Flucht - sie hatten offenbar totes Wild im Kofferraum

Update vom 31. Januar, 10.07 Uhr: Wie die Bild berichtet, sollen die beiden Polizisten bei ihrem Funkspruch durchgesagt haben, dass sie ein verdächtiges Fahrzeug gestoppt haben. Offenbar hätten sie totes Wild im Kofferraum des Autos entdeckt. Wie das Blatt weiter berichtet, gaben die Beamten dann noch einen Funkspruch ab: „Die schießen auf uns!“ Danach herrschte Funkstille.

Der Sprecher der Polizei Westpfalz, Bernhard Christian Erfort, sagte gegenüber der Bild: „Die Kollegen kündigten über Funk an, dass sie ein Fahrzeug kontrollieren. Kurz darauf meldeten sie, dass Schüsse fallen. Kollegen fanden die beiden dann verletzt beziehungsweise tot auf.“

Rheinland-Pfalz, Kusel: Polizeibeamte sperren die Zufahrt zum Tatort, wo zwei Polizeibeamte bei einer Verkehrskontrolle durch Schüsse tödlich verletzt wurden.
Rheinland-Pfalz, Kusel: Polizeibeamte sperren die Zufahrt zum Tatort, wo zwei Polizeibeamte bei einer Verkehrskontrolle durch Schüsse tödlich verletzt wurden. © Thomas Frey/dpa

Rheinland-Pfalz: Polizisten bei Verkehrskontrolle erschossen - Gewerkschaft der Polizei „tiefbestürzt“

Update vom 31. Januar, 9.44 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich „tiefbestürzt über den gewaltsamen Tod einer Kollegin und eines Kollegen“ aus dem Polizeipräsidium Westpfalz geäußert. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der beiden Getöteten und auch bei allen Kolleginnen und Kollegen. Wir durchleben gerade den realen Alptraum aller Polizistinnen und Polizisten!“, sagte die Landesvorsitzende Sabrina Kunz am Montagmorgen in Mainz. „Unser tiefes Beileid gilt den Angehörigen. Hoffentlich können die oder der Täter zeitnah festgenommen werden, damit mögliche Gefahren für die Bevölkerung abgewendet sind“, sagte Kunz. „Dieses skrupellose Vorgehen und die Tat machen mich fassungslos.“

Die bei einer Verkehrskontrolle im Kreis Kusel erschossene Polizistin war der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zufolge Studentin. Die 24 Jahre alte Polizeianwärterin habe noch an der Hochschule der Polizei studiert, teilte die GdP am Montag mit. Ihr getöteter Kollege war den Angaben zufolge 29 Jahre alt.

Ulmet/Kusel: Zwei junge Polizisten bei Verkehrskontrolle erschossen - Fahndung auch im Saarland

Update vom 31. Januar, 8.55 Uhr: Wie die Polizei Kaiserslautern auf Twitter mitteilt, wurde die Fahndung nach den Verdächtigen auch auf das benachbarte Saarland ausgeweitet. Die Ermittler bitten darum bei Hinweise sich an die die Rufnummer 0631 369-2528 zu wenden.

Wie die Polizei weiter mitteilt, kommt es aufgrund der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen teilweise zu Verkehrsbehinderungen im Bereich Kusel Ulmet Altenglan. Die Ortsdurchfahrt Ulmet ist vollgesperrt. Die Polizei bittet weiterhin darum, keine Anhalter mitzunehmen.

Ulmet/Kusel: Zwei junge Polizisten bei Verkehrskontrolle erschossen: Täter auf der Flucht

Erstmeldung vom 31. Januar 2022:

Kusel - Zwei Polizeibeamte sind im Landkreis Kusel (Pfalz) bei einer Verkehrskontrolle durch Schüsse tödlich verletzt worden. Der Vorfall geschah in der Nacht zum Montag. Das teilte die Polizei in Kaiserslautern mit. Die Hintergründe seien noch unklar.

Landkreis Kusel: Zwei Polizeibeamte bei Verkehrskontrolle durch Schüsse getötet

Beamte der Polizeiinspektion Kusel waren im Landkreis auf einer routinemäßigen Streifenfahrt. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Kreisstraße 22 etwa um 4.20 Uhr wurden zwei Polizeibeamte durch Schüsse tödlich verletzt, wie die Polizei in einer Pressemeldung mitteilte.

Weiter heißt es: „Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den flüchtenden Tätern und ist am Tatort mit der Sicherung von Spuren beschäftigt. Eine Beschreibung der Täter oder des benutzten Fluchtfahrzeuges liegt nicht vor. Auch die Fluchtrichtung ist nicht bekannt.“

Zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz bei Verkehrskontrolle erschossen

Die Polizisten hätten noch selbst eine Funkmeldung absetzen können, sagte ein Polizeisprecher. Als die Verstärkung am Tatort ankam, sei es für die 24-jährige Polizistin und ihren 29 Jahre alter Kollegen bereits zu spät gewesen.

Kusel/Pfalz: Beamte durch Schüsse getötet - Polizei fahndet nach Verdächtigen

Die Polizei bittet die Bevölkerung, im Landkreis Kusel keine Anhalter mitzunehmen. Mindestens ein Verdächtiger sei bewaffnet.

Zeugen, die etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0631 369-2620 mit der Polizei in Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. (kam)

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