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Landesweite Schweigeminute für getötete Polizisten

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Zwei Polizisten bei Verkehrskontrolle getötet
Die deutsche Flagge (l) und die Landesflagge von Rheinland-Pfalz wehen auf dem Landtag auf halbmast. © Sebastian Gollnow/dpa

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei junge Polizisten ist in Rheinland-Pfalz ein Gedenken an die Opfer geplant. „Es wird am Freitag um 10.00 Uhr landesweit eine Schweigeminute geben“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Kaiserslautern am Mittwoch. Ob es darüber hinaus zu einem anderen Zeitpunkt auch eine öffentliche Gedenkveranstaltung gebe werde, sei derzeit offen.

Kaiserslautern - In der protestantischen Stadtkirche in Kusel findet am Donnerstag um 19.00 Uhr eine ökumenische Gedenkfeier für die beiden Polizisten statt. „Wir als Kirche haben gemerkt, dass es ein großes Bedürfnis innerhalb der Bevölkerung gibt, der Trauer Ausdruck zu verleihen“, sagte Dekan Lars Stetzenbach. „Für die ganz unterschiedlichen Gefühle, die damit verbunden werden, wollen wir einen Ort und ein Forum bieten.“ Der Gottesdienst der protestantischen und katholischen Kirchengemeinde soll akustisch nach draußen übertragen werden.

Unterdessen richtete die Polizeistiftung Rheinland-Pfalz für die Familien der beiden Getöteten das Spendenkonto „Kusel - Zwei von uns“ ein. Die Spenden sollen auch allen Kolleginnen und Kollegen bei der Trauerbewältigung helfen, die unmittelbar in das Geschehen eingebunden waren - oder mit der Kollegin und dem Kollegen im Alltag Dienst verrichtet haben, wie die Stiftung mitteilte.

Seit Dienstag sind zwei Tatverdächtige wegen Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord und Wilderei in Untersuchungshaft. Die 32 und 38 Jahre alten Saarländer sollen am frühen Montagmorgen bei einer Verkehrskontrolle im Kreis Kusel - im Südwesten von Rheinland-Pfalz und an der Grenze zum Saarland - eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin und einen 29 Jahren alten Oberkommissar erschossen haben. Die Ermittler vermuten, dass die Männer Jagdwilderei vertuschen wollten. Der Kofferraum ihres Kastenwagens war demnach voller toter Tiere. dpa

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