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Mainzer Gutenberg-Museum verliert Direktorin an Weimar

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Annette Ludwig
Die Direktorin des Gutenberg-Museums, Annette Ludwig. © picture alliance / dpa / Archiv

Die Stadt hat es Annette Ludwig nicht immer leicht gemacht. Die Kunsthistorikerin will dem Weltmuseum der Druckkunst aber weiter verbunden bleiben. Ihr Wechsel nach Weimar soll die Neubau-Pläne für das Gutenberg-Museum nicht beeinflussen.

Mainz - Die langjährige Direktorin des Gutenberg-Museums, Annette Ludwig, verlässt nach zwölf Jahren Mainz und geht nach Weimar. Die Kunsthistorikerin wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 Direktorin der 21 Museen der Klassik Stiftung Weimar, wie die Stadt Mainz am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte die „Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

Ludwig hat in den vergangenen Jahren immer wieder Maßnahmen vorangetrieben, um das Weltmuseum der Druckkunst zu modernisieren. Ein Neubau scheiterte im April 2018 an einem Bürgerentscheid - Gegner dieses Bibelturm-Projekts führten neben Argumenten zur Stadtentwicklung unter anderem das öffentliche Wein-Trinken beim „Marktfrühstück“ auf dem dafür vorgesehenen Platz an. Jetzt soll es einen Neubau am bisherigen Standort mit der Einbeziehung historischer Gebäude geben, der 2026 oder 2027 eröffnet werden könnte. Das nach Johannes Gutenberg (um 1400-1468), dem Erfinder der Druckkunst in Europa, benannte Museum widmet sich allen Aspekten des Buchdrucks.

„Der Ruf nach Weimar zeigt deutlich, welches Renommee Dr. Annette Ludwig und das von ihr geleitete Gutenberg-Museum genießen“, erklärte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Der Wechsel habe keinen Einfluss auf die Planungen für den Neubau des Gutenberg-Museums. Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD) drückte ihr Bedauern über den Wechsel der „kreativen Impulsgeberin“ nach Weimar aus.

Die scheidende Museumsdirektorin Ludwig erklärte, sie wechsle von der einen exzeptionellen Stelle auf eine andere singuläre Position - „von Gutenberg zu Goethe, der mehrfach in Mainz, der „schönen Stadt“, weilte und der ohne Gutenberg nicht möglich gewesen wäre“. Sie habe in Mainz „ein Herzensprojekt auf den Weg gebracht, das nun, nach vielen Turbulenzen, vor der Umsetzung steht“. Sie werde auch als Direktorin der 21 Museen der Klassik Stiftung Weimar dem Gutenberg-Museum verbunden bleiben. dpa

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