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„Mehr als zufrieden“: Kaiserslautern-Sieg im Derby

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Fußball
Ein Fußball liegt auf dem Spielfeld. © picture alliance/dpa/Symbolbild

Beim 1. FC Kaiserslautern herrscht nach dem Sieg im Saar-Pfalz-Duell Hochstimmung. Die Pfälzer ziehen am 1. FC Saarbrücken vorbei. Auch abseits des Ludwigspark-Stadions geht es am Derby-Samstag hoch her.

Saarbrücken/Kaiserslautern – Draußen kämpfte die Polizei mit dem Schlagstock um eine friedliche Stimmung, im mit 15.544 Fans ausverkauften Ludwigspark-Stadion jubelte diesmal nur der 1. FC Kaiserslautern. Während die Pfälzer nach dem 2:0-Derbysieg in der 3. Fußball-Liga minutenlang mit den 2000 mitgereisten Fans feierten, mussten die Profis des 1. FC Saarbrücken ein lautes Pfeifkonzert der eigenen Anhänger ertragen.

In den 90 Minuten zuvor hatten die Saarländer eine insgesamt schwache Leistung gezeigt und konnten sich nur in der letzten Viertelstunde der Partie einige klare Torchancen herausspielen. Da stand es im Ludwigspark durch Tore von Boris Tomiak in der 32. Minute und Kenny Prince Redondo (67.) aber bereits 0:2.

Doch neben jeder Menge Fußball gab es durch die rivalisierenden Fangruppen auch wieder Ärger, wie die Polizei berichtete. Nach Polizeiangaben seien mehrere Beamte durch Flaschenwürfe und ein Polizeihund durch einen Böllerwurf leicht verletzt worden. Insgesamt sei die Stimmung schon vor dem Spiel in Saarbrücken aufgeheizt gewesen.

Nur durch ein massives Aufgebot habe man die Gruppen voneinander trennen können. Schließlich sei es zu Flaschen- und Böllerwürfen gegen Einsatzkräfte gekommen. Ein Aufeinandertreffen der beiden Fangruppen sei verhindert worden. Fans seien in Richtung Stadion abgedrängt worden. „Dabei musste der Schlagstock eingesetzt werden“, hieß es.

Sportlich waren vor allem die Gastgeber vom Ausgang des mit Spannung erwarteten Derbys enttäuscht. Entsprechend fand der sichtlich niedergeschlagene FCS-Coach Uwe Koschinat nach dem Abpfiff deutliche Worte: „Wir haben uns von einer Verlegenheit in die nächste gehangelt. Das ist nicht unser Anspruch, schon gar nicht im Derby. Es zeigt aber, wie sehr wir versagt haben. Wir haben uns beeindrucken lassen. Es ist unerklärlich, dass wir so viele Faktoren nicht auf den Platz bekommen haben.“

Für Saarbrücken war es nach dem 0:1 bei Waldhof Mannheim bereits die zweite Derby-Niederlage binnen einer Woche. „Ich schäme mich ein Stück weit für das, was heute passiert ist. Der FCK hat verdient gewonnen“, sagte Koschinat weiter.

Kaiserslauterns Coach Marco Antwerpen hatte nach der Partie, die seine Mannschaft über weite Strecken fest im Griff hatte, bessere Laune: „Wir sind sehr zufrieden und glücklich über den Derbysieg. Es fällt viel Ballast ab. Die drei Punkte nehmen wir sehr gerne mit“, erklärte der 50-Jährige. Das Spiel analysierte er so: „Wir haben 80 Minuten gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft waren, haben Saarbrücken weit weg von unserem Tor gehalten und offensiv selbst Akzente gesetzt. Wir waren nach der Führung weiter aktiv und haben Saarbrücken so den Zahn gezogen.“

Antwerpen hatte in der 66. Minute ein goldenes Händchen bewiesen, als er Redondo für den angeschlagenen Daniel Hanslik eingewechselte. Der Joker stach, Redondo brauchte nur wenige Sekunden, um die Partie zugunsten der Roten Teufel zu entscheiden. Der Torschütze zum 2:0 äußerte sich ob des Derbysieges geradezu euphorisch: „Was Geileres gibt es nicht! Nach meinem Tor bin ich extra nochmal abgedreht, um direkt vor der Kurve zu jubeln. Auch nach dem Spiel war es ein sehr schönes Gefühl, mit den Fans zu feiern“, sagte Redondo. dpa

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