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Pop-up-Einkaufszentren im flutgeschädigten Ahrtal geplant

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Provisorische Einkaufszentren im Ahr-Flutgebiet geplant
Nach den Zerstörungen der Sturzflut sollen zwei Pop-up-Einkaufszentren den Handel ankurbeln. © Martin Gausmann/Ahr-Foto/dpa/Archivbild

Viele hochwassergeschädigte Geschäfte an der Ahr sind noch mit Brettern verrammelt. Daher entstehen provisorische Einkaufszentren.

Bad Neuenahr-Ahrweiler - Nach den Zerstörungen der Sturzflut im Ahrtal sollen zwei Pop-up-Einkaufszentren in Bad Neuenahr-Ahrweiler den Handel ankurbeln und neue Begegnungsorte schaffen. Sie öffnen laut Planung Mitte November ihre Tore, wie die Stadtverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die beiden Notlösungen sollen vorerst zehn Monate lang bestehen.

Bei dem Hochwasser nach extremem Starkregen am 14. und 15. Juli wurden im Ahrtal 134 Menschen getötet und weite Teile der Dörfer und Städte einschließlich vieler Geschäfte beschädigt oder zerstört. Bis heute sind zahlreiche Läden entkernt - sie wirken wie ein Rohbau.

„Die beiden Pop-up-Mall-Standorte am Parkplatz City-Ost im Stadtteil Bad Neuenahr und an der Stadtmauer entlang der Friedrichstraße im Stadtteil Ahrweiler befinden sich derzeit im Aufbau“, erklärte Stadtsprecher Michael Rennenberg. Das Interesse flutgeschädigter Geschäftsinhaber an den zu mietenden Flächen sei groß, es gebe auch schon eine Warteliste. „Wir sind optimistisch, dass den Bürgerinnen und Bürgern ein gutes und breitgefächertes Angebot präsentiert werden kann“, betonte Rennenberg.

Im Kurstadtteil Bad Neuenahr ist nach seinen Worten eine zweistöckige Halle für insgesamt bis zu 33 Shops mit je 36 Quadratmetern aufgebaut worden. Hier laufe der Innenausbau. In einer benachbarten kleineren Halle mit 10 mal 25 Quadratmetern sollen sich Gastronomen ansiedeln können. Die Eröffnung dieses Pop-up-Ladenzentrums ist laut Stadtverwaltung am 15. November vorgesehen.

In der ehemaligen mittelalterlichen Stadt Ahrweiler wird es laut Rennenberg sieben Doppelcontainer und zwei Zelte mit insgesamt bis zu 17 Läden geben. Eines dieser Zelte sei als Shop-in-Shop-Konzept für mehrere Händler auf einer gemeinsamen größeren Fläche geplant. Hinzu sollen mobile Imbissstände kommen. Die provisorische Ladenzeile soll der Stadtverwaltung zufolge am 18. November eröffnet werden. dpa

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