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Rückkehr der Glücksvögel: Hunderttausende Kraniche erwartet

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Kraniche
Im warmen Licht der Morgensonne fliegen Kraniche am Himmel. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Experten rechnen bald mit dem Höhepunkt des Kranichzugs. Doch nicht alle Glücksvögel begeben sich noch auf Fernreise.

Mainz/Saarbrücken - Trompetenartige Rufe hoch am Himmel: Die Kraniche kehren wieder aus ihren wärmeren Winterquartieren in Südfrankreich und Spanien zurück. Rheinland-Pfalz und das Saarland liegen auf der Hauptroute der Zugvögel auf dem Weg in ihre Heimat Skandinavien und Osteuropa. Den Höhepunkt des Kranichzugs erwarte er bei geeignetem Wetter Ende Februar und Anfang März, sagt Christian Dietzen von der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR). „Insgesamt könnten es mehr als 200.000 sein.“

Der Klimawandel sorge für viele zeitliche Verschiebungen in der Natur. „Es gibt die Tendenz, dass ein Teil der Kraniche versucht in Nordostdeutschland zu überwintern“, erklärt der promovierte Biologe. Bei einem Kälteeinbruch flögen sie dann doch weiter gen Südwesten. Andere Kraniche kehrten von dort früh zurück. „Von Mitte Dezember bis Mitte Januar kann es in beide Richtungen gehen“, sagt Dietzen.

Die bis zu 1,30 Meter großen Vögel gelten als Glückssymbole und fliegen hoch am Himmel in auffälligen V-Formationen von 60 bis 200 Tieren, mit erfahrenen und sich abwechselnden Tieren an der Spitze. Viele Vogelfreunde verfolgen das Naturspektakel mit Ferngläsern und Kameras. Kraniche orientieren sich bei ihrem Rückflug in Richtung Nordosten an Flüssen wie Ahr, Mosel und Nahe, an Waldrändern und großen Städten. Bleibt ein Wintereinbruch im Februar aus, haben die frühen Rückkehrer klare Vorteile beim Gerangel um die besten Brutplätze.

Die Landesgeschäftsstelle des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) im Saarland fungiert derweil nach eigenen Angaben als „Hauptsammelstelle für Flaschenkorken“. Diese würden zu Recyclingstellen gebracht und dort zu „ökologisch wertvollem Dämmgranulat verarbeitet“. Mit dem Erlös würden Projekte zur Erhaltung der Winterquartiere von Kranichen in der spanischen Region Extremadura, der Heimat der Korkeichen, unterstützt - und auch Schutzprojekte für die großen Vögel in Deutschland mitfinanziert. dpa

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