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Schami über Zuckmayer-Medaille: „Immer ein Stück Heimat“

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Schriftsteller Rafik Schami
Der Schriftsteller Rafik Schami steht in einem Park . © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Der Schriftsteller Rafik Schami hat die Nachricht von der Auszeichnung mit der Carl-Zuckmayer-Medaille 2022 des Landes Rheinland-Pfalz mit großer Freude aufgenommen. „Die Worte von Ministerpräsidentin Malu Dreyer rühren mich sehr. Auch deshalb, weil eine Anerkennung immer ein Stück Heimat bedeutet“, sagte Schami der Deutschen Presse-Agentur. Die SPD-Regierungschefin nannte den Preisträger einen der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart mit klarer gesellschaftspolitischer Haltung.

Mainz - Der nach dem in Rheinhessen geborenen Schriftsteller Carl Zuckmayer (1896-1977, „Des Teufels General“) benannte Preis soll am 18. Januar verliehen werden. Schami sagte: „Zuckmayer ist ein beeindruckender Autor. Sein Werk und seine Sprache sind von besonderer Ausdruckskraft und Perfektion. Die Erklärung für die Wahl des Preisträgers betont, dass der Preis für die Verdienste um die deutsche Sprache vergeben wird. Das ist für einen Fremden, der auf Deutsch schreibt, ein höchster Genuss.“

Der in Damaskus (Syrien) geborene Schami („Mein Sternzeichen ist der Regenbogen“) kam 1971 nach Deutschland und promovierte 1979 in Heidelberg in Chemie. Heute lebt er in einem kleinen Ort in der Pfalz. Rafik Schami ist ein Pseudonym und bedeutet „Damaszener Freund“. Sein wirklicher Name lautet Suheil Fadél. Dreyer bezeichnete Schami auch als „Brückenbauer zwischen Kulturen“.

Die Nachricht von der Auszeichnung sei „zunächst eine große Überraschung“ gewesen, die dann in eine große Freude mündete, sagte der Schriftsteller. Er hatte zuletzt den Essayband „Gegen die Gleichgültigkeit“ veröffentlicht - als Appell für gesellschaftliches Engagement. dpa

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