1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Rheinland-Pfalz

Treffsicherer Burkardt empfiehlt sich als Kandidat für Flick

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Jonathan Burkardt
Torschütze Jonathan Burkardt. © Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Mainz darf sich auf dem fünften Tabellenplatz der Bundesliga sonnen. Erneut steht Toptalent „Jonny“ Burkardt im Mittelpunkt. Als nächstes geht es gegen Bayern-Bezwinger Borussia Mönchengladbach.

Bielefeld - Und immer wieder Jonathan Burkardt! Der 21 Jahre alte Angreifer glänzte diesmal als Siegtorschütze beim 2:1-Erfolg des FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga am Samstag bei Arminia Bielefeld. Seine jüngste Bilanz könnte den Kapitän der deutschen U21 nun die Nationalmannschaft von Hansi Flick bringen. Das sei aber nicht sein nächstes Ziel, sondern die Partie am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach: „Dann will ich wieder ein gutes Spiel machen und ein Tor schießen.“

Der Hype um seine Person lässt Burkardt offenbar kalt. Dabei sagen Experten, das Toptalent könne einer der nächsten Debütanten im DFB-Team sein. Am Freitag gibt Flick das Aufgebot für die WM-Qualifikationsspiele gegen Lichtenstein am 11. November in Wolfsburg und am 14. November in Armenien bekannt.

Mit acht Pflichtspieltoren in dieser Saison hat Burkardt jedenfalls großen Anteil am Höhenflug der Mainzer, die sich nach zehn Spieltagen überraschend auf dem fünften Tabellenplatz wiederfinden. „Wieder ein Tor geschossen und als Mannschaft in der Englischen Woche drei Spiele gewonnen. Das ist überragend“, sagte er. „Die Entwicklung läuft gut, ich kann mich nicht beschweren.“ An fünf der letzten sieben Mainzer Tore war der Stürmer beteiligt.

Vor einer Woche gegen den FC Augsburg - als Flick auf der Tribüne saß - erzielte Burkardt beim 4:1 einen Doppelpack. „Wir stehen gut da und ich bin im Fokus - aber das hat keine Auswirkungen“, betonte der gebürtige Darmstädter, den alle „Jonny“ rufen. Er meidet soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, weil er „nicht in diese Scheinwelt eintauchen“ wolle.

Burkardt habe mit 17 Jahren eine schwere Verletzung und Probleme gehabt, den Anschluss bei den Profis zu schaffen, erzählte sein Trainer Bo Svensson kürzlich. „Diese Widerstände haben ihn besser gemacht und werden ihn besser machen. Das ist der Schlüssel für den jungen Spieler, über den wir in diesen hohen Tönen sprechen.“

Ganz clever hatte Burkardt bei seinem Treffer in Bielefeld einen Abwehrfehler von Amos Pieper genutzt und den Ball an Schlussmann Stefan Ortega Moreno vorbei ins Tor geschoben (69. Minute). „Beim 2:1 habe ich gesehen, dass Amos den Ball springen lässt und mich nicht kommen sieht, dann bin ich dazwischen gegangen und der Ball ist mir perfekt in den Lauf gesprungen - da war auch Glück dabei“, sagte der Siegtorschütze und meinte selbstkritisch: „Vorher war ich nicht so zufrieden mit meiner Leistung, ich war sehr müde.“

Jae-Sung Lee (25.) hatte die Mainzer vor 19.477 Zuschauern in Führung gebracht, Jacob Laursen (42.) traf zwischenzeitlich zum 1:1. „Nach der Pause waren wir einen Tick konzentrierter und haben ein super Tor geschossen, nachdem Jonny selber gepresst und herrlich vollendet hat“, bilanzierte FSV-Sportdirektor Martin Schmidt. So feierten die Rheinhessen, die schon im DFB-Pokal am vergangenen Dienstag gegen Bielefeld gewonnen hatten, den dritten Pflichtspielerfolg innerhalb von acht Tagen - dank tatkräftiger Mithilfe von Jonathan Burkardt. dpa

Auch interessant

Kommentare