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Trotz Verbots erneut unangemeldete Corona-Demos in Koblenz

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Corona-Demo
Mitglieder der Antifa demonstrieren gegen eine nicht genehmigte Versammlung von Gegnern der Corona-Maßnahmen. © Thomas Frey/dpa

Ungeachtet eines neuen Verbots protestieren in Koblenz wieder Hunderte Gegner von Corona-Maßnahmen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot präsent.

Koblenz - In Koblenz ist es am Samstag wieder zu unangemeldeten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen mit insgesamt Hunderten Teilnehmern gekommen. Es seien zahlreiche Verstöße gegen das Versammlungsverbot festgestellt, Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht und Platzverweise ausgesprochen worden, teilte die Polizei am Samstagabend mit. Die genaue Anzahl der Verstöße konnte sie auch am Sonntag noch nicht nennen. Eine angemeldete Versammlung sei von den Einsatzkräften abgesichert worden.

Am Sonntag sagte ein Polizeisprecher: „Es hat sich auf mehrere Stellen verteilt. Es gab keinen zentralen Ort.“ Zu gravierenden Zwischenfällen sei es nicht gekommen. Der traditionelle Treffpunkt der Gegner von Corona-Maßnahmen am Deutschen Eck, dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel, war am Samstagabend mit einem auffallend großen Polizeiaufgebot abgesperrt. Zugleich gab es angemeldete Gegendemonstrationen - unter anderem als eine Menschenkette, bei der sich die Teilnehmer zur Wahrung der Corona-Mindestabstände an Schals hielten.

Die Stadt Koblenz hatte am vergangenen Donnerstag die als „Spaziergänge“ deklarierten, unangemeldeten Proteste von Gegnern der Corona-Maßnahmen vorerst verboten. Zuvor waren dabei bis zu 3000 Demonstranten zusammengekommen - oft ohne Maske und Mindestabstände. Das Verbot betreffe nicht nur die Versammlungen an Samstagen und Montagen, sondern gelte allgemein für alle nicht angemeldeten Versammlungen bis zum Ablauf des 31. Januar, hatte die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. dpa

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