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Unfall mit Polizeiwagen nach Sprengung von Geldautomaten

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Polizei
Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Immer wieder attackieren Kriminelle Geldautomaten. Was aber dieses Mal danach nachts in Mainz passiert, ist ungewöhnlich.

Mainz - Nach der nächtlichen Sprengung eines Geldautomaten in Mainz ist es zu einem Unfall mit einem Polizeiwagen gekommen. Unbekannte hatten den frei stehenden Automaten laut Polizei am frühen Freitagmorgen im Stadtteil Mombach nahe der Autobahn 643 gesprengt. Sie sammelten Bargeld ein und flohen mit einem schwarzen Auto mit mehreren hundert PS. Nur wenige hundert Meter entfernt krachten sie gegen einen bereits eingetroffenen Streifenwagen.

Beide Fahrzeuge kamen schwer beschädigt 100 Meter voneinander entfernt zum Stehen, wie das Polizeipräsidium Mainz mitteilte. Obwohl die Polizisten sofort reagiert hätten, sei den Tätern die Flucht in ein eng bebautes Wohngebiet gelungen. Kein Polizist sei verletzt worden. Dienstpistolen seien nicht eingesetzt worden, dazu sei die Entfernung zwischen den Beamten und den zu Fuß fliehenden Tätern sowie das Risiko in der Wohnbebauung zu groß gewesen, erklärte ein Polizeisprecher. Zahlreiche Polizisten und ein hessischer Polizeihubschrauber fahndeten nach den Geldautomatenknackern, auch überregional.

Im hochmotorisierten Fluchtwagen wurden den Angaben zufolge Reste eines Explosivstoffes gefunden, den Entschärfer des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz aufwendig sicherten und auf einer nahen Freifläche kontrolliert sprengten. Dafür wurden die umliegenden Häuser evakuiert und rund 40 Anwohner mehrere Stunden lang betreut, auch in einem Stadtbus.

Dank Zeugenhinweisen seien Spuren der Täter und Gegenstände gefunden worden, hieß es vom Polizeipräsidium. Zu Spekulationen, dass das Täterauto ähnlich einem Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht im Kühlergrill ausgestattet gewesen sein könnte, sagte ein Polizeisprecher, das könne er nicht bestätigen - das Fahrzeug werde noch kriminaltechnisch untersucht. Auch zur Höhe der Beute und ob die Täter auf ihrer Flucht zu Fuß noch Geldscheine mitnehmen konnten, ließ sich laut dem Sprecher vorerst noch nichts sagen. dpa

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