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Verdi: Breite Streikbeteiligung im privaten Busgewerbe

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Verdi
Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Beim neuerlichen Streik im privaten Busgewerbe in Rheinland-Pfalz zeichnet sich nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine breite Beteiligung ab. Etwa zwei Drittel der dazu aufgerufenen rund 3000 Fahrerinnen und Fahrer im gesamten Bundesland hätten nach ersten Beobachtungen am Donnerstag die Arbeit niedergelegt, sagte Verhandlungsführer Marko Bärschneider der Deutschen Presse-Agentur.

Mainz - Verdi hatte in dem festgefahrenen Konflikt um einen neuen Manteltarifvertrag zu einem Streik mit Beginn am Mittwochabend aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sind zunächst bis zum 6. Februar geplant.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Bezahlung der Fahrer auch für Standzeiten, also bei Fahrtunterbrechungen während einer Schicht. Außerdem sollen die Schichtlängen begrenzt werden. Nach Ansicht von Verdi blieben die Arbeitgeber in einem am Dienstag vorgelegten Entwurf hinter den Regelungen des alten Manteltarifvertrags zurück.

Die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) sagte dagegen, die Gewerkschaft habe ihr bei den Verhandlungen am Mittwoch „die Pistole auf die Brust gesetzt“. Die Frage der Refinanzierung sei noch ungeklärt. Die einzelnen Punkte müssten ohne Zeitdruck verhandelt werden, schließlich gehe es um grundlegende Veränderungen der Rahmenbedingungen in der von der Corona-Pandemie ohnehin schwer gebeutelten Branche, sagte Hauptgeschäftsführer Heiko Nagel.

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Ausständen bei privaten Busunternehmen gekommen. Der Manteltarifvertrag war 2019 gekündigt worden. Über einen Entgelttarifvertrag hatten sich beide Seite nach langwierigen Auseinandersetzungen im vergangenen November geeinigt. dpa

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