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Wolfsburg lässt Wut heraus: Kruse mit Dreierpack gegen Mainz

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VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05
Wolfsburgs Max Kruse trifft zum 2:0. © Swen Pförtner/dpa

Der VfL Wolfsburg zeigt die erhoffte Reaktion. Beim ungefährdeten Sieg gegen den FSV Mainz 05 gelingt die Revanche für das 1:6 zuletzt in Dortmund. Max Kruse ist vor dem Tor nicht zu stoppen. In langer Überzahl reicht eine starke Halbzeit aus.

Wolfsburg - Angeführt von Dreifachtorschütze Max Kruse hat der wie entfesselnd aufspielende VfL Wolfsburg den vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gemacht. Die Niedersachsen ließen dem FSV Mainz 05 beim souveränen 5:0 (5:0) am Freitag keine Chance und machten sogar das bittere 1:6-Debakel nur sechs Tage zuvor bei Borussia Dortmund fast ganz vergessen. Als Tabellenelfter hat der VfL zum Auftakt des 31. Spieltags bei noch drei ausstehenden Spielen neun Punkte Vorsprung vor der Abstiegszone.

„Es gibt schlechtere Starts ins Wochenende. Rechnerisch können wir zwar noch absteigen, aber wir haben uns definitiv ein bisschen Luft verschafft“, sagte Kruse bei DAZN. Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels ergänzte: „Wir waren in der Pflicht, eine Reaktion zu zeigen. Das haben wir gemacht. Wir haben gezeigt, dass heute eine Mannschaft auf dem Platz stand.“

Kruse in seinem stärksten Spiel seit der Rückkehr in die Autostadt (24. Minute/Foulelfmeter, 34., 45.+2) und Jonas Wind (8., 42.) erzielten vor 19 055 Zuschauern die Tore für das Team von Trainer Florian Kohfeldt. Die in der ersten Halbzeit desaströsen Mainzer, die nach einer Roten Karte für Niklas Tauer (24.) lange in Unterzahl spielen mussten, warten hingegen seit fünf Spielen auf einen Sieg und sind mit 39 Punkten Neunter. „Wir kriegen viel zu viele Gegentore viel zu einfach“, sagte der Mainzer Stefan Bell: „Wenn man so früh in Unterzahl gerät, muss man es einfach cleverer machen. Wir haben viel Lehrgeld gezahlt.“ Wolfsburg hat zwei Punkte weniger auf dem Konto.

Mit der ersten gefährlichen Toraktion brachte Wind einen von Lukas Nmecha an den Pfosten gelenkten und zum Dänen abgeprallten Schuss mühelos im Tor unter. Es war der Start, den sich Kohfeldt gewünscht hatte. Der Chefcoach setzte in der Startelf auf nur eine personelle Änderung: Statt des verletzten Innenverteidigers Maxence Lacroix rückte Jerome Roussillon in die Anfangsformation. Die Mainzer setzten im Vergleich zum 0:0 gegen den VfB Stuttgart auf zwei neue Gesichter. Leandro Barreiro ersetzte Dominik Kohr im defensiven Mittelfeld und Marcus Ingvartsen stand statt Karim Onisiwo im Angriff.

Der VfL zeigte nach der Klatsche im Ruhrpott die von Sportdirektor Marcel Schäfer geforderte „Antwort auf dem Platz“. Der im Winter von Union Berlin geholte Rotuinier Kruse (34) sorgte per sicher verwandeltem Strafstoß für das 2:0. Der Mainzer Tauer hatte zuvor Lukas Nmecha am Trikot gezogen und von einer klaren Torchance abgehalten. Nach Kontrolle per Videobeweis zeigte Schiedsrichter Harm Osmers Tauer noch die Rote Karte wegen einer Notbremse.

In Unterzahl waren die hilf- und ideenlosen Mainzer weiter stark überfordert. Kruse nutzte das zum 3:0. Nach Flanke von Ridle Baku hielt der Ex-Nationalspieler nur noch den Fuß zu seinem ersten Dreierpack in dieser Spielzeit hin. Nach dem Wechsel in der Winterpause lief es für Kruse längst nicht wie gewünscht, nur drei Treffer hatte er bei zehn Einsätzen zuvor erzielt. Kruse hatte es bislang verpasst, die Rolle der Führungsfigur komplett auszufüllen.

Noch vor der Pause legte er Treffer Nummer drei nach, zuvor war Wind schon zum zweiten Mal erfolgreich. Die Mainzer hatten sich zu diesem Zeitpunkt längst aufgegeben und mussten mit ansehen, wie die Wölfe erstmals in ihrer Bundesliga-Historie fünfmal in der ersten Hälfte erfolgreich waren. Nach dem Seitenwechsel wurde es deutlich ruhiger. Wolfsburg begnügte sich mit dem klaren Ergebnis, Mainz war nur noch um Schadensbegrenzung bemüht und nicht mehr in der Lage, die deftige 14. Saison-Niederlage zu verhindern. dpa

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