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Corona-Inzidenz in Deutschland leicht gesunken – Krisenstab im Kanzleramt aufgelöst

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Von: Momir Takac

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Die Corona-Lage in Deutschland hat sich laut dem neuesten Inzidenzwert weiter entspannt. Der Krisenstab im Kanzleramt ist aufgelöst worden.

Berlin - Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist erneut etwas gesunken. Das Robert-Koch-Institut meldete am Donnerstagmorgen einen Wert von 502,4. Tags zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 507,1 gelegen. Im Vergleich zur Vorwoche (566,8) sank sie spürbar.

Gesundheitsämter meldeten dem RKI 88.961 neue Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Die Zahl der Toten wurde mit 197 angegeben. Auch wenn der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche weiter maßgeblich bei der Einschätzung der Corona-Lage ist, liefert er ein unvollständiges Bild der Infektionslage.

Corona-Inzidenz leicht gesunken - Infektionslage dennoch unübersichtlich

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Das Gleiche gilt für die Todeszahlen. So war etwa am vorvergangenen Montag (2. Mai) erstmals seit September kein neuer Toter infolge einer Covid-19-Erkrankung gemeldet worden.

Corona-Krisenstab im Kanzleramt aufgelöst

Wohl auch weil sich die Lage weitgehend entspannt hat, ist der vor rund fünf Monaten eingeführte Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt zur Koordinierung der bundesweiten Impfungen aufgelöst worden. Bayern hatte zuvor bereits den Katastrophenfall aufgehoben.

Mittlerweile gebe es eine ganz andere Situation bei den Infektionen und Impfungen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann. Die Aufgaben des von Generalmajor Carsten Breuer geleiteten Krisenstabs würden nun in den üblichen Arbeitsstrukturen der Bundesregierung bearbeitet. Der Corona-Expertenrat der Regierung hingegen sei gerade dabei, eine Stellungnahme zur Situation in Herbst und Winter zu erarbeiten. (mt/dpa)

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