1. Startseite
  2. Deutschland

Geimpft, geboostert und genesen: RTL-Reporterin (35) erkrankt zweimal an Corona - in vier Wochen

Kommentare

PCR-Test positiv im Januar (Symbolfoto). Dann erwischte es eine 35-Jährige zum zweiten Mal.
PCR-Test positiv im Januar (Symbolfoto). Dann erwischte es eine 35-Jährige zum zweiten Mal. © Peter Hartenfelser/imago

Eine 35-Jährige hat starke Symptome. Die junge Mutter liegt krank im Bett – mit einer zweiten Corona-Infektion. Dabei ist sie geimpft, geboostert und eben auch genesen. Wie kann das sein?

Köln – Schüttelfrost, Fieber und Husten – es fühlt sich an wie eine schwere Grippe. Ihre aktuellen Corona-Symptome beschreibt eine 35-Jährige alles andere als einen Spaziergang. „Wenn ich aufstehe, habe ich das Gefühl, ich besteige den Mount Everest“, erzählt Paulina Drabinski bei RTL.

Zweimal Corona innerhalb von wenigen Wochen: 35-Jährige schildert starke Symptome

Die zweite Corona-Infektion hat die 35-jährige RTL-Reporterin ganz schön erwischt. Dabei hatte sie sich erst im Januar – also vor vier Wochen – mit dem Coronavirus infiziert. Die Symptome hielten sich nach ihren Angaben in Grenzen. Die zweite Infektion jetzt im Februar hat die junge Mutter kalt erwischt. Sie habe überhaupt nicht mit einer weiteren Infektion in so kurzer Zeit gerechnet, ist in ihrem Erfahrungsbericht zu lesen. Dazu ist Paulina Drabinski vollständig geimpft und geboostert.

Die erste Corona-Infektion Mitte Januar stellte die 35-Jährige RTL zufolge mit einem PCR-Test fest, nachdem ein Antigentest negativ ausgefallen war. Ihre Symptome beschreibt sie als mild. Anlass für ihren Corona-Verdacht war ein Schnupfen gewesen.

Jetzt beim zweiten Mal hat ihr Sohn wohl das Virus aus der Kita eingeschleppt. Der Junge wurde in der Familie nach Symptomen als erster positiv getestet. Dann infizierte sich ihr Mann und schließlich auch die Mutter. Nach der ersten Infektion wähnte sich die 35-Jährige anfangs in Sicherheit. Dachte, das Thema Corona sei für sie abgehakt. „Ich dachte, das ist ein Scherz“ - so die Reaktion auf die zweite Corona-Infektion innerhalb kurzer Zeit.

Zwei Corona-Infektionen in kurzer Zeit – wie ist das möglich?

Eine Reinfektion - also eine Ansteckung nach bereits durchgemachter Corona-Infektion - ist selten, aber kommt vor. Der Schutz der Genesenen vor einer erneuten Ansteckung mit dem Coronavirus lässt mit der Zeit nach. Darauf deuten verschiedenen Studien hin. Auch die Immunität von Genesenen gegenüber Omikron fällt schwächer aus, wie eine Auswertung der UK Health Security Agency verdeutlicht. Demnach ist die Zahl der Reinfektionen bei Mitarbeitern im britischen Gesundheitswesen zwischen 1. Dezember 2021 und dem 4. Januar 2022 „rapide angestiegen“. Daten von 18.000 Mitarbeitern wurden dabei erfasst.

Nach einer Infektion bildet der Körper in der Regel Abwehrkräfte gegen einen Virus - auch gegen das Coronavirus. Wie viele Antikörper ein Infizierter entwickelt, hängt in der Regel mit der Schwere der Erkrankung zusammen. Das sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, schon nach den ersten beobachteten Reinfektionen in Deutschland. Wer beispielsweise keine Symptome zeige, bilde oft wenige bis keine Antikörper.

„Je milder der Verlauf war, umso weniger ist üblicherweise die Immunantwort, beziehungsweise die bleibende Antikörper-Antwort. Das gilt erst recht bei Omikron“, erklärt Allgemeinmediziner und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht bei RTL. „Bei der Kollegin ist es also gut möglich, dass sie in der ersten Infektion so wenig Antikörper gebildet hat, dass die Immunität die Reinfektion nicht verhindern konnte. Specht bringt dazu einen weiteren Punkt ins Spiel. Mutter und Sohn könnten sich beide in einer Konstellation infiziert haben, die zu einer starken Virusvermehrung führte und damit auch zu starken Symptomen.

Husten? Typische Symptome einer Omikron-Infektion

Husten sei für Omikron eher weniger charakteristisch, so der Mediziner. Schnupfen sei häufiger das Symptom bei einer Infektion mit Omikron. Der Husten spreche dafür, dass sich die zweite Infektion der 35-Jährigen tiefer in der Lunge abgespielt habe oder zumindest in den tieferen Atemwegsabschnitten Richtung Bronchen, führt Dr. Specht aus. Das sei nicht sehr typisch für Omikron, könnte aber vorkommen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Daten zu den häufigsten Omikron-Symptomen veröffentlicht. (ml)

Auch interessant

Kommentare

Teilen