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Saar-Wirtschaft wächst im Jahr 2021 um 1,4 Prozent

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Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand. © Daniel Karmann/dpa/Illustration

Die saarländische Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 zwar etwas von den coronabedingten Einbrüchen erholt, hinkt damit aber im bundesweiten Vergleich hinterher. Insgesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Berechnungen im Vergleich zum Jahr 2020 preisbereinigt um 1,4 Prozent, wie das Statistische Amt des Saarlandes am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte.

Saarbrücken - Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung nahm das BIP, das den Gesamtwert aller in dem Bundesland produzierten Waren und Dienstleistungen bezeichnet, um 4,4 Prozent zu (nominell). Die Statistiker bezifferten es in absoluten Zahlen auf 35,6 Milliarden Euro. Bundesweit wuchs das BIP preisbereinigt um 2,9 Prozent (nominell um 6,0 Prozent).

Das Saarland habe eine etwas ungünstigere Entwicklung genommen als die meisten anderen Bundesländer, erläuterte die Statistikbehörde. Nur in Brandenburg war das Wirtschaftswachstum den Angaben zufolge noch schwächer.

Gebremst hat das Wirtschaftswachstum im Saarland demnach unter anderem eine zurückhaltende Nachfrage. Außerdem beeinträchtigten steigende Erzeugerpreise, Materialbeschränkungen sowie internationale Lieferengpässe insbesondere bei Halbleitern die Industrieproduktion, obwohl die Auftragslage gut sei.

Die Ergebnisse gehen auf eine vorläufige Auswertung durch den Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ zurück. Wegen der noch begrenzten Datenbasis zu diesem Zeitpunkt sei die Aussagekraft der Zahlen noch stark eingeschränkt.

Die Saar-Wirtschaft war wegen der coronabedingten Wirtschaftskrise im Jahr 2020 stark eingebrochen. Das BIP sank im Vergleich zum Jahr 2019 preisbereinigt um 6,7 Prozent, bundesweit lag diese Wert bei minus 4,9 Prozent. dpa

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