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160.000 Vollzeitbeschäftigte mit unter 2284 Euro brutto

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Ein Mann sitzt an einem Tisch und zählt Geld
Ein Mann sitzt an einem Tisch und zählt Geld. © Lino Mirgeler/dpa/Illustration

In Sachsen-Anhalt verdienen einer Studie zufolge fast 160.000 Vollzeitbeschäftigte weniger als 2284 Euro brutto im Monat. Damit gehörten 31,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2020 der Gruppe der sogenannten Geringverdiener an, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung mitteilte.

Magdeburg - Die landesweit höchste Quote wies danach der Altmarkkreis Salzwedel mit 38,8 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten auf. Bundesweit lag die Quote im Durchschnitt bei knapp 19 Prozent.

Laut Definition der Bundesagentur für Arbeit gilt ein Verdienst von weniger als 2284 Euro monatlich als „unterer Entgeltbereich“, da er weniger als zwei Dritteln des mittleren monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes entspricht. Die wenigsten Betroffenen nach dieser Definition arbeiteten den Angaben nach in Magdeburg, wo lediglich 26,1 Prozent der Vollzeitbeschäftigten dazugehörten. Neben dem Altmarkkreis Salzwedel gehörten auch der Landkreis Mansfeld-Südharz mit 37,2 und die Stadt Wittenberg mit 36,9 Prozent zu den Städten und Landkreisen mit den höchsten Quoten landesweit.

Unter den Frauen müssen bundesweit 25,4 Prozent mit einem niedrigen Monatseinkommen trotz Vollzeitarbeit auskommen, unter den Männern 15,4 Prozent. In Sachsen-Anhalt liegen die Werte bei 29,3 beziehungsweise 35,2 Prozent. Besonders ausgeprägt ist der untere Entgeltbereich den Angaben nach in Branchen wie dem Gastgewerbe, der Leiharbeit oder der Land- und Forstwirtschaft. dpa

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