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30. Kurt Weill Fest 2022 pandemiebedingt etwas kleiner

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Kurt Weill Fest in Dessau-Roßlau
Tänzer und Orchester auf der Bühne des Anhaltischen Theaters. © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Auf Abstand und etwas kleiner als vor der Pandemie: Mit rund 30 Veranstaltungen an zehn Orten steht das 30. Kurt Weill Fest in Dessau (25.2. bis 13.3.) in diesem Jahr unter dem Motto „Musik.Spiegel der Zeit“. Der Kartenvorverkauf beginnt am 25. Januar, wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten. „Ich kenne keine andere Kunstform, die menschliche Emotionen so widerspiegelt oder erwecken kann wie die Musik“, sagte Weill-Fest-Intendant Gerhard Kämpfe, bei der Vorstellung des Programms.

Dessau-Roßlau - Zu den Höhepunkten gehören gleich das Eröffnungskonzert mit der Aufführung von Weills „Die sieben Todsünden“ mit Katharine Mehrling und der Anhaltischen Philharmonie. Berührende Momente werde es beim Konzert „Lebensmelodien“ geben. Der Klarinettist Nur Ben Shalom werde mit seinem Nimrod-Ensemble jüdische Musik und Lieder spielen, die zwischen 1933 und 1945 komponiert oder aufgeschrieben wurden. „Wir erzählen dabei auch die Geschichte hinter den Melodien“, sagte der Musiker.

Um mehr jüngeres Publikum anzulocken, werde erstmals während des Festivals auch Breakdance zu sehen sein. Die Flying Steps aus Berlin tanzen eine Interpretation von Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier“, sagte Intendant Kämpfe.

Der Komponist Weill („Die Dreigroschenoper“) war im Jahr 1900 in Dessau als Sohn eines jüdischen Kantors geboren worden. Wegen der Machtergreifung der Nazis zog er über Paris in die USA, wo er ein gefeierter Musicalkomponist am Broadway war. Weill, ein enger Weggefährte von Bertolt Brecht, starb 1950 in New York. Das Dessauer Festival war nach 1990 ins Leben gerufen worden. Vor der Pandemie zählte es zuletzt rund 22 000 Besucher (2019). dpa

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