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Arbeitgeber bewahrt 29-Jährigen vor Knast: Zahlt 3000 Euro

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Polizei
Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

In Bitterfeld-Wolfen hat ein Arbeitgeber 3000 Euro gezahlt und damit einen 29-Jährigen vor dem Gefängnis bewahrt. Der Mann ergriff am Sonntag die Flucht, als er am Bahnhof Bitterfeld eine Streife sah, wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg am Montag mitteilte. Die Beamten stellten den Mann. Der Grund für seine Flucht wurde schnell klar: Er hatte Drogen dabei und es lag ein Vollstreckungshaftbefehl gegen ihn vor.

Bitterfeld-Wolfen - Das Amtsgericht Bitterfeld hatte den 29-Jährigen wegen Betruges zu einer Geldstrafe von 3000 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 120 Tagen verurteilt. Der Mann hatte weder die Haft angetreten noch gezahlt.

Als der Arbeitgeber die 3000 Euro beglichen hatte, konnte der Festgenommene die Polizeidienststelle wieder verlassen. Eine neue Strafanzeige bekam er obendrein: Das Fahrrad, das er bei seiner Flucht genutzt hatte, wies laut Polizei Manipulationsspuren an der Rahmennummer auf. Der Mann gab an, es von einem Bekannten für nur 150 Euro gekauft zu haben. Das Rad wurde sichergestellt. Es besteht der Verdacht der Hehlerei. Außerdem werden dem Mann gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Bei der Flucht hatte er laut Bundespolizei sämtliche Verkehrsschilder und Vorfahrtsregeln missachtet. dpa

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