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Corona-Impf-Reihenfolge: Verfahren gegen Landrat eingestellt

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Corona-Impfung
Ein Mann steht an einem Covid-19-Impfcenter hinter der Bodenaufschrift "Impfen". © Arne Dedert/dpa/POOL/dpa/Symbolbild

Das Landesverwaltungsamt in Halle hat das Disziplinarverfahren gegen den Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak (parteilos), eingestellt. Der Verdacht eines Verstoßes gegen die in der Corona-Impfverordnung festgelegte Impfreihenfolge habe sich nicht erwiesen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Nähere Angaben machte das Landesverwaltungsamt dazu nicht.

Halle/Merseburg - Das Disziplinarverfahren war im Februar dieses Jahres eingeleitet worden. Der Landrat hatte nach bisherigen Angaben des Kreises am 31. Dezember 2020 eine Spritze erhalten, kurz nach Beginn der bundesweiten Impfkampagne. Zum damaligen Zeitpunkt war der Impfstoff knapp, es galt eine vom Bund festgelegte Priorisierung, vor allem für Ältere.

Der Merseburger Landrat, Jahrgang 1961, hatte seine Impfung in einem Zeitungsinterview damit begründet, er sei zu einem Beratungstermin in einer Klinik gewesen, die bereits damit begonnen hatte, ihre Beschäftigten zu impfen. Dabei sei eine Dosis übrig geblieben, für die es weder impfwillige Beschäftigte noch geeignete Patienten gegeben habe. Deshalb habe er das „Impfangebot“ angenommen. Handschak räumte später ein, er würde so nicht mehr handeln. dpa

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