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9-Euro-Monatsticket soll „zeitnah“ an den Start gehen

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Lydia Hüskens (FDP)
Lydia Hüskens (FDP) spricht. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die geplanten günstigen ÖPNV-Tickets sollen nach Aussage des Verkehrsministeriums in Sachsen-Anhalt zügig kommen. „Die technische Abwicklung wird in den kommenden Tagen erörtert, damit das Ticket auch zeitnah an den Start gehen kann“, sagte Verkehrsministerin Lydia Hüskens (FDP) am Freitag. Das Angebot soll grundsätzlich auch für bereits erworbene Zeitkarten gelten.

Magdeburg - Die Möglichkeit, drei Monate lang für je 9 Euro pro Monat den lokalen ÖPNV nutzen zu können, sei ein grundsätzlich positiver Beitrag zur Entlastung der Menschen, sagte Hüskens. Der Bund habe deutlich gemacht, dass die Finanzierung über eine kurzfristige Erhöhung der Regionalisierungsmittel realisiert werden solle. Das sind Mittel, die der Bund den Ländern vorrangig für den Schienenpersonennahverkehr zur Verfügung stellt.

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) begrüßte, dass der Bund bei der Entlastung der Bürger zügig reagiert habe. „Eine 9-Euro-Ticket-Idee kann den Nahverkehr kurzfristig als Alternative zum Auto neu positionieren und damit einen Weg zur Verkehrswende aufzeigen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des MDV-Aufsichtsrates, Vinzenz Schwarz.

Es müssten faire Regelungen für alle Kundengruppen vom Gelegenheitsfahrer bis zum Stammkunden gefunden werden, sagte MDV-Geschäftsführer Steffen Lehmann. „Die Vorbereitungen für die Umsetzung dieses Tarifangebotes benötigen sicherlich eine gewisse Zeit.“ Der MDV betreibt weite Teile des ÖPNV in Sachsen-Anhalt - unter anderem in Halle, im Burgenlandkreis und im Saalekreis.

Die Koalition hatte das vergünstigte Ticket im Rahmen eines Entlastungspakets für Bürger aufgrund hoher Energiepreise vorgeschlagen. Dazu sollen die Länder entsprechende Mittel bekommen, wie die Spitzen von SPD, Grünen und FDP am Donnerstag nach einem Koalitionsausschuss mitteilten. dpa

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