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FDP will Corona-Pandemie in Kommission auswerten

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Lydia Hüskens
Lydia Hüskens (FDP) bei einem Interview. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Die FDP in Sachsen-Anhalt fordert die Einrichtung einer Kommission, um Lehren aus der Corona-Pandemie zu ziehen. Es ginge darum zu evaluieren, welche Maßnahmen funktioniert hätten und welche nicht, sagte Landesvorsitzende Lydia Hüskens am Donnerstag in Magdeburg. Im Herbst sollen Experten aus Landesverwaltung und Wissenschaft erste Ergebnisse präsentieren.

Magdeburg - Die Forderung ist Teil eines Leitantrages, der auf dem Landesparteitag am Samstag in Quedlinburg diskutiert werden soll. Es ginge darum, „Infektionsdaten auszuwerten“ und um die Entwicklung eines Instrumentenkastens, mit dem Atemwegsinfektionen künftig eingedämmt werden könnten, heißt es in dem Antrag. „Viele der Regeln und Einschränkungen erschienen den Menschen in unserem Land wenig zielgenau“, wird mit Blick auf die Corona-Pandemie kritisiert.

Vorbild für die Evaluation soll die Bewältigung der Hochwasserkatastrophen in Sachsen-Anhalt sein. „Ich habe hier Hochwasser 2002 mitgemacht und gedacht: Um Gottes willen! So was Unstrukturiertes habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt“, sagte Hüskens. Wer aber im Jahr 2013 mitgeholfen habe, „hat doch bemerkt, dass die Leute alle wussten, was sie tun.“ Dies sei das Ergebnis von Auswertungen und Schulungen gewesen, ein solcher Prozess sei nun erneut nötig.

Im Leitantrag wird zudem die psychische Gesundheit junger Menschen in den Blick genommen. Nötig seien die Stärkung von Beratungsstellen und Studentenwerken sowie ein Ausbau der psychiatrischen Versorgung in Sachsen-Anhalt, forderte Hüskens.

Die Liberalen wollen sich auf dem Parteitag außerdem mit dem Ukraine-Krieg befassen. In einem Antrag soll die Solidarität mit der Ukraine bekundet und Waffenlieferungen zur Selbstverteidigung begrüßt werden. Auch über die Lebensmittelproduktion und die Folgen für die Landwirtschaft will die FDP debattieren. dpa

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