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Jahresinflation in Sachsen-Anhalt bei 3,5 Prozent

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Geld
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Die Verbraucher in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr einen kräftigen Preissprung verkraften müssen. Die Inflationsrate betrug für 2021 insgesamt 3,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mitteilte. Es sei die höchste gemessene Entwicklung der Verbraucherpreise seit 1994 gewesen. Bundesweit lag die Jahresinflation 2021 bei 3,1 Prozent.

Halle - Wie die Statistiker mitteilten, hatten die im Jahresschnitt um 21,5 Prozent gestiegenen Kraftstoffpreise einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung. Auch für Energie mussten die Verbraucher deutlich mehr ausgeben: Heizöl wurde den Angaben zufolge um 19,6 Prozent teurer, Gas um 10,4 Prozent. Für Dienstleistungen bei der Instandhaltung und Reparatur der Wohnungen mussten Verbraucher 6,5 Prozent mehr bezahlen.

Einen strukturellen Einfluss auf das aktuell hohe Niveau der Inflationsrate hat den Angaben nach die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer von Juli bis Dezember 2020. Hinzu komme, dass die Preise für Kraftstoffe und andere Energieträger im Vorjahr relativ niedrig gewesen seien. Einfluss hätten auch die neu eingeführte CO2-Bepreisung und die Knappheit elektronischer Bauteile.

Nahrungsmittel waren 2021 durchschnittlich 2,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, hieß es. Unter anderem hätten sich Speisefette und Speiseöle um 5,5 Prozent verteuert, Molkereiprodukte und Eier um 3,8 Prozent sowie Fleisch und Fleischwaren, Kaffee, Tee und Kakao um je 3,7 Prozent. Die Preise für alkoholfreie Getränke seien durchschnittlich um 3,2 Prozent gestiegen, die für alkoholische Getränke um 3,0 Prozent. Die Preise für Tabakwaren hätten durchschnittlich um 3,1 Prozent zugelegt. dpa

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