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Linke: Angebot für Betroffene von sexualisierter Gewalt

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Eine Frau steht in einem geöffneten Fenster. © Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

Der Landesvorstand der Linken in Sachsen-Anhalt will ein Angebot für Betroffene von sexualisierter Gewalt aufbauen. Das bestätigte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage. Demnach hat der Vorstand am Montag den Beschluss gefasst, in der Sache mit dem Landesverband der Linken in Sachsen zusammenzuarbeiten. Eine ehrenamtliche Vertrauensperson, an die sich Betroffene dort bei sexualisierter Belästigung und Diskriminierung wenden können, soll „in einer ersten Phase“ auch als Ansprechpartnerin in Sachsen-Anhalt agieren, heißt es in dem Beschluss.

Magdeburg - Zuletzt waren über einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ mutmaßliche Fälle sexualisierter Gewalt in der hessischen Linkspartei öffentlich geworden. Außerdem gibt es eine Anschuldigung gegenüber einem Mitglied der Linksjugend in Sachsen-Anhalt. Zum aktuellen Stand der Prüfung dieses Falls machte die Sprecherin am Dienstag keine Angaben.

„Wir sind bestürzt über die Fälle sexualisierter Gewalt“, heißt es in dem Beschluss des Landesvorstands. „Wir bedauern, dass Menschen in unseren Parteistrukturen Opfer von Übergriffen wurden und zu lange zu wenig Gehör dafür fanden und bitten dafür um Entschuldigung.“ Nötig sei eine neue Sensibilisierung für den Umgang mit sexualisierter Diskriminierung. Der Landesverband will nun eine „Richtlinie für die antisexistische Arbeit“ entwickeln. dpa

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