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Mann vor Wohnung erstochen: Plädoyers auf Freispruch

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Landgericht Halle (Saale)
Der Schriftzug „Gerichtssaal“ steht über einer Tür im Landgericht. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes vor einer Wohnungstür in Halle hat die Staatsanwaltschaft Freispruch für den Angeklagten gefordert. Das spätere Opfer und dessen Begleiter hätten sich mit gefährlichen Gegenständen bewaffnet, um den Angeklagten zu verletzten, hieß es am Montag vor dem Landgericht Halle zur Begründung. Die Verteidigung des Angeklagten plädierte ebenfalls auf Freispruch.

Halle - Der Mann habe in einer sehr bedrohlichen Situation aus Notwehr gehandelt, erklärte der Anwalt. Der 22 Jahre alte Angeklagte sagte: „Es tut mir sehr leid. Ich wollte das nicht“. Das Gericht will am Montagmittag (12.00 Uhr) das Urteil sprechen.

Im September 2020 war es in einem Mehrfamilienhaus in Halle-Neustadt zu der Auseinandersetzung gekommen. Der Angeklagte hatte gestanden, den 31-Jährigen mit einem Messer attackiert zu haben. Er habe sich von den beiden Männern bedroht gefühlt und das Kind seiner Lebensgefährtin vor ihnen schützen wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.

Der Mann war 2021 vom Landgericht Halle wegen der tödlichen Messerattacke zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Dagegen legte er Revision ein. Der Bundesgerichtshof wies daraufhin den Fall zurück an das Landgericht, zur Verhandlung an einer anderen Kammer. dpa

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