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Minister schließt kurzfristige Hilfen für Uni Halle aus

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Protest gegen Sparmaßnahmen an der Uni Halle
Demonstranten haben sich gegen das geplante Sparpaket an der Universität Halle versammelt. © Heiko Rebsch/dpa/Archivbild

Die vor drastischen Kürzungen stehende Martin-Luther-Universität (MLU) in Halle kann nicht mit einer schnellen zusätzlichen finanziellen Hilfe des Landes Sachsen-Anhalt rechnen. „Solche zusätzlichen Mittel stehen allerdings aktuell und kurzfristig nicht zur Verfügung und können daher (...) nicht zugesagt werden“, sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) im Interview mit der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe).

Halle - Über Hilfen ließe sich aber grundsätzlich reden, sagte Willingmann. Zunächst müsse die Uni ihre Strukturen und ihr Budget in Einklang bringen sowie ihre Schwerpunkte definieren. „Dies wäre dann eine Verhandlungsgrundlage, um mit der Politik insgesamt ins Gespräch zu kommen.“ Das Land hält die finanzielle Not der Uni für hausgemacht. Die Hochschule habe über Jahre über ihren Verhältnissen gelebt. Das Rektorat der Universität hält eine chronische Unterfinanzierung für einen wesentlichen Grund für den finanziellen Engpass von mehreren Millionen Euro.

Der Senat der Martin-Luther-Universität hatte vergangene Woche ein massives Sparpaket beschlossen. Der Beschluss sieht unter anderem die Streichung von etwa 4000 von rund 21.000 Studienplätzen vor, 25 der rund 355 Professuren sind bedroht. Zudem könnten ganze Studiengänge von derzeit 260 Angeboten wegfallen. Insgesamt sollen so knapp acht Millionen Euro bis 2030 gespart werden. Am (heutigen) Mittwoch will der Senat über konkrete Schritte beraten. dpa

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