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Sorge vor Afrikanischer Schweinepest weiter groß

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Schild mit der Aufschrift „Afrikanische Schweinepest“
Ein Schild mit der Aufschrift „Afrikanische Schweinepest“ hängt an einem Zaun. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Mit Zäunen, Suchhunden und speziellen Übungen bereitet sich Sachsen-Anhalt auf die Afrikanische Schweinepest vor. Bisher blieb das Land verschont. Die Sorge vor dem Virus ist aber weiterhin groß.

Magdeburg - Noch gibt es in Sachsen-Anhalt keinen Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die Situation ist aus Sicht des Landwirtschaftsministeriums aber nach wie vor sehr ernst. Die Gefahr eines Punkteintrags bestehe weiterhin, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. Auch im EU-Mitgliedsstaat Polen sei die Lage unverändert schlecht, so dass gerade aus dieser Region auch für Sachsen-Anhalt die größte Gefahr drohe. Die begonnenen Maßnahmen würden daher auch im Land mit hoher Priorität fortgeführt, hieß es weiter.

Landwirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) hatte zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest im November einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Dieser sieht neben der Anschaffung von notwendigem Equipment wie entsprechende Zäune auch Übungen für den Ernstfall und Abschussprämien für Wildschweine vor. Der Zehn-Punkte-Plan werde zudem ständig weiterentwickelt, sagte Schulze kürzlich.

Auch bei der Agrarministerkonferenz (AMK) im März, für die Sachsen-Anhalt Anfang des Jahres den Vorsitz übernommen hat, will Schulze das Thema ASP mit seinen Amtskollegen besprechen.

In Sachsen, Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern wurden schon mehrere ASP-Fälle registriert. Bei der Schweinepest handelt sich um eine schwere Virusinfektion bei Haus- und Wildschweinen, die immer tödlich verläuft. Es drohen erhebliche wirtschaftliche Schäden für Landwirte. Auch Betriebe, die keine Schweine halten, wären aufgrund von Sperrzonen dann davon betroffen und könnten unter Umständen zeitweise nicht auf ihre Felder. Auf den Menschen ist das Virus nicht übertragbar. dpa

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