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Telemann-Festtage spüren coronabedingte Zurückhaltung

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Telemann-Festtage
Eine Plastik stellt den Komponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767) in barocker Tracht dar. © Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Magdeburg pflegt das Erbe des hier geborenen Barockkomponisten Georg Philipp Telemann und lädt Jahr für Jahr Künstlerinnen und Künstler zu Festtagen oder Wettbewerben ein. Wie funktioniert das in Corona-Zeiten?

Magdeburg - Die Veranstalter der 25. Magdeburger Telemann-Festtage stellen beim Kartenvorverkauf noch eine coronabedingte Zurückhaltung des Publikums fest. „Die Angst vor großen Menschenansammlungen und die Zurückhaltung beim Kartenkauf, vor allem in großen Räumen, ist durchaus zu spüren“, erklärte eine Sprecherin auf Nachfrage. Es sei festzustellen, dass die Menschen noch immer nicht so gern reisen. Es sei in diesem Jahr weniger überregionales Publikum als im Vergleich zu den letzten Festtagen.

Zu den Telemann-Festtagen mit dem Motto „Klangfarben“ werden in Magdeburg zwischen dem 18. und 27. März etwa 300 Künstlerinnen und Künstler aus rund 25 Ländern erwartet. In diesem Jahr wird das 60. Gründungsjubiläum der Telemann-Festtage gefeiert, zudem handelt es sich um die 25. Ausgabe. Sie war 2020 einen Tag vor dem Beginn coronabedingt abgesagt worden. Die Telemann-Festtage widmen sich dem Leben und Werk des in Magdeburg geborenen Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767).

Nun sei etwa ein Drittel der Veranstaltungen ausverkauft. Zu den Festtagen laufe auch über den Abendkassenverkauf immer noch sehr viel. Für die Veranstaltungen gilt das 2G-plus-Konzept, wie die Veranstalter weiter mitteilten.

Die Künstlerinnen und Künstler könnten allesamt anreisen, mit Ausnahme des russischen Ensembles „La voce strumentale“ mit seinem Solisten Dmitry Sinkovsky, hieß es. „Das Ensemble hat, was wir sehr bedauern, von sich aus abgesagt, da die Reiserouten ungleich länger beziehungsweise vermutlich auch unmöglich werden. Das Konzert mit dem Ensemble am 25. März muss daher ersatzlos entfallen, für das zweite geplante Solokonzert wird es eine Alternative geben.“ Alle anderen Konzerte könnten voraussichtlich stattfinden. Die Künstler würden sich täglich testen, damit das Corona-Risiko minimiert wird.

Angekündigt sind im Hauptprogramm mehr als 30 Konzerte und szenische Darbietungen. Darunter sind fünf Erstaufführungen von Telemann-Kompositionen in heutiger Zeit. Geplant sind auch neue Angebote wie zwei genreübergreifende Konzerte in einem Magdeburger Szene-Club, bei denen die Musik des 18. Jahrhunderts auf elektronische Klänge der Gegenwart treffen soll. dpa

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