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Tourismusverband: 2G-Modell vor allem bei Freizeitanbietern

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2G-Modell
Im Fenster einer Kneipe hängt ein Zettel mit dem Text „2G, Einlass nur für Geimpfte und Genesene“. © Markus Scholz/dpa

Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat das neue 2G-Optionsmodell für Veranstalter begrüßt. Nur gegen das Coronavirus Geimpften und Genesenen (2G) Zugang zu gewähren sei vor allem für Anbieter von Freizeitveranstaltungen eine Option, sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbands, Tobias Woitendorf, am Mittwoch. Er verwies hierbei auf eine Umfrage unter den Verbandsmitgliedern, wonach jeder zweite Beherbergungsbetrieb auch weiterhin Getesteten offen stehen will (3G).

Schwerin - In der Hotellerie könne man so die Nachfrage am besten bewältigen, sagte Woitendorf.

Doch auch die Personalsituation sei ein Entscheidungskriterium: Er kenne Betriebe, die weiterhin bei einer 3G-Regelung bleiben, weil sie einerseits hierfür vom Bund Zuschüsse erhalten und andererseits für eine Vollauslastung ihrer Kapazitäten nicht genügend Mitarbeiter zur Verfügung haben. Woitendorf zufolge dürfen Betriebe, die sich für das 2G-Modell entscheiden, ihre Kapazitäten wieder voll auslasten.

Mehraufwand sieht der Tourismusverband unter Umständen auf Schüler und Familien zukommen. Da ungeimpfte Schüler nun trotz Schultestung einen tagesaktuellen Test vorweisen müssen, wenn sie eine 2G-Veranstaltung besuchen wollen, könnten Familien sich wegen der zeitgleich zusammenschmelzenden Test-Infrastruktur unter Umständen gegen einen Besuch entscheiden.

Als einen Schwachpunkt der Regelung bezeichnete Woitendorf, dass Betriebe unter Umständen gezwungen sind, ihre Mitarbeiter nach ihrem Impfstatus zu fragen, diese jedoch nicht verpflichtet sind, darüber Auskunft zu geben. Trotz dieser Schwäche biete die Wahlmöglichkeit zwischen 3G- und 2G-Option eine gewisse Planungssicherheit für die Betriebe. dpa

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