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Uni Halle konkretisiert Sparpläne: Fächer sollen aussetzen

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Protest gegen Sparmaßnahmen an der Uni Halle
Demonstranten haben sich gegen das geplante Sparpaket an der Universität Halle versammelt. © Heiko Rebsch/dpa/Bildarchiv

Die Sparpläne der Martin-Luther-Universität in Halle nehmen Gestalt an. Am Mittwoch hat der Senat über das „Aussetzen von Immatrikulationen“ in einigen Fächern zum kommenden Wintersemester entschieden. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Senatskreisen erfuhr, betrifft das Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Gräzistik, Vorislamischer Orient, Indologie sowie Südasienkunde.

Halle - Das Lehramt Sozialkunde soll dagegen bestehen bleiben. Gräzistik ist die Wissenschaft von der Sprache und Literatur des Altgriechischen.

Der Senat der Martin-Luther-Universität hatte vergangene Woche ein massives Sparpaket beschlossen. Der Beschluss sieht unter anderem die Streichung von etwa 4000 von rund 21.000 Studienplätzen vor, 25 der rund 355 Professuren sind bedroht. Zudem könnten ganze Studiengänge von derzeit 260 Angeboten wegfallen. Insgesamt sollen so knapp acht Millionen Euro bis 2030 gespart werden.

Grund dafür ist ein desolater Haushalt. In den vergangenen Jahren fehlten meist etwa zehn Millionen Euro. Im aktuellen Haushaltsjahr klafft bereits eine Lücke von rund 17 Millionen Euro. Die Landesregierung hält die Situation für hausgemacht und pocht auf die Einhaltung des finanziellen Rahmens. Laut Uni-Rektorat trägt hingegen insbesondere die jahrzehntelange Unterfinanzierung zu den auflaufenden Problemen bei. Man hätte gar nicht sparen können, hieß es. 2022 betrug der Landeszuschuss für die Uni ohne die medizinische Fakultät 166 Millionen Euro.

Der Universitätssenat ist ein internes Gremium. Er setzt sich zusammen aus dem Rektorat, einigen Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeiter, Studierenden sowie weiteren Mitarbeitern der Hochschule. Er dient zur Absprache von Themen, die die Universität betreffen. Der Senat kann zwar einen Sparplan beschließen, die letztliche Ausgestaltung ist jedoch in Absprache mit der Landesregierung zu treffen. dpa

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